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Tag 2 und 3

Der Tag beginnt gegen 6 Uhr mit Musik von der SD-Karte. Auf der Fahrt ins Büro browse ich ein wenig auf Golem.de, benutze aber dann das Nexus One nur als Hotspot für meinen Laptop. Das Display ist einfach zu klein für meine noch müden Augen. Den Test, wie es sich allein mit dem Smartphone arbeitet, verschiebe ich auf später. Dafür probiere ich noch kurz Angry Birds: läuft super. Aber bald schon erscheint wieder das kleine Festplattensymbol in der Benachrichtigungsleiste: Speicher ist knapp.

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Ich beschließe, einige Anwendungen mit App2SD auf die Speicherkarte zu verschieben, aber das klappt nicht, weil das Programm kommentarlos abstürzt. In den folgenden acht Stunden im Büro benutze ich das Smartphone nur sporadisch zum Nachrichtenlesen und telefonieren. Dabei fällt mir auf, dass sich das Nexus One wie ein klassisches Telefon anhört: Die Sprachqualität ist nicht schlecht, aber eben auch nicht gut. Dabei hat es sogar ein zweites Mikrofon, um Umgebungsgeräusche herauszufiltern. Der Effekt ist jedoch lange nicht so gut wie bei heutigen Smartphones.

Auf der Heimfahrt habe ich immerhin noch 50 Prozent Akku und beschließe, ein paar Youtube-Videos anzuschauen. Das geht zunächst ganz gut, doch dann stoppt der Stream immer und immer wieder. Das liegt am löchrigen Berliner UMTS-Netz, die Youtube-App auf meinem P9 scheint diese Übergänge besser abzupuffern. Immer mal wieder erwärmt sich das Smartphone und stürzt ab - bis ich für zehn Minuten am Bahnhof Wannsee strande, weil irgendeine Anschlussbahn nicht fährt. Hier kann ich unterbrechungslos mein Video zu Ende sehen. Es herrschen beste Bedingungen für das Nexus One: Es ist klirrend kalt und die Mobilfunkzelle bleibt zuverlässig gleich. Ich stelle das Display probeweise auf volle Helligkeit und kann zusehen, wie die Akkulaufzeit dahingeht. Ich komme mit 25 Prozent zu Hause an. Den zweiten Akku, den ich vorsichtshalber gekauft habe, werde ich so wohl nicht brauchen. Aber gut zu wissen, dass man im Zweifelsfall nachlegen kann.

Tag 3

Am dritten Tag läuft das Telefon ab 6:30 Uhr, ich teste das Einfügen von Artikelvorschlägen in das Golem.de-System auf der S-Bahn-Fahrt. Die Verbindungsgeschwindigkeit fühlt sich dank UMTS angenehm flott an. Ich kopiere eine News aus dem einen Tab von Opera Mini heraus und verfrachte sie in einen zweiten Tab, in dem unser Backend geöffnet ist. Überschrift und Link markiere ich etwas umständlich mit dem Finger. Die URL lässt sich nämlich nicht über die Teilen-Funktion in den Zwischenspeicher legen.

Apropos Speicher: Beim Wühlen in den Einstellungen finde ich heraus, dass ich überhaupt keine App dafür benötige, Anwendungen auf die SD-Karte zu verschieben. Diese Funktion ist in Froyo eingebaut. Ich installiere frohgemut Jetpack Joyride, schließlich habe ich ja jetzt Platz dafür. Leider schmiert das Spiel nach dem Start mit einem grünen Bildschirm ab. Egal, Akku raus und Neustart. Weder die Nutzung einer SD-Karte noch der Akkutausch gehen bei späteren Nexus-Smartphones, denke ich hämisch. Dafür können die Musik streamen, daran scheitere ich immer noch. Weder VLC noch andere Musik-Apps wollen .m3u- oder .pls-Links öffnen. Das scheint an Android 2.2.1 zu liegen. Ich höre also seit zwei Tagen immer und immer wieder die gleichen Songs von meiner SD-Karte. Was mir inzwischen auch massiv auf die Nerven geht: Die Benachrichtigungsleiste von Froyo ist praktisch nutzlos. Ich kann einzelne Nachrichten nicht entfernen, Schnelleinstellungen fehlen und nach einem Wisch von oben nach unten ist der winzige Bildschirm schnell voll mit Infos und Hinweisen.

Guter Akku, miese Kamera

Heute ist der Tag der Wahrheit für den Akku. Um 9 Uhr im Büro hat das Telefon zwar noch 77 Prozent Ladung, aber abends steht eine Feier an. Außerdem wird die Golem.de-Redaktion eine Bootsfahrt machen, die ich natürlich fotografisch festhalten möchte.

  • Das Nexus One sieht einem modernen Smartphone eher unähnlich. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Gerät wurde von HTC für Google gefertigt. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Natürlich hat das Nexus One eine Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Scrollbällchen leuchtet bei Benachrichtigungen auf. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Wir hatten einge Mühe, noch funtkionierende Software zu finden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist die einzige 5-Megapixel-Kamera verbaut. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Fotos werden aber weder bei Tageslicht ... (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • ... noch im Dunklen sonderlich gut. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Natürlich lässt sich der Akku wechseln und es gibt einen SD-Kartenslot. Im Jahr 2010 war die Welt noch in Ordnung. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Auf der Rückseite ist die einzige 5-Megapixel-Kamera verbaut. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Die Qualität der Kamera ist wie befürchtet: Bei bedecktem Berliner Himmel sind die Bilder verrauscht, Innenaufnahmen gelingen trotz klitzekleinem LED-Blitz nicht. Auch die Videos sehen mit ihrer Auflösung von 720 x 480 Pixeln matschig und flau aus. Eine Frontkamera hat das Gerät nicht, ist vermutlich besser so. Um 21 Uhr hat der Akku zwar noch 35 Prozent und die Party ist in vollem Gange, aber das tröstet mich wenig. Als auf der Heimfahrt das Telefon abermals vier Neustarts hinlegt, bin ich sicher: Der Tiefpunkt ist erreicht.

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