Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Google: Neue Details zu künftigem Android-Sideloading

Google spricht von einem High-Friction-Prozess: Sideloading unverifizierter Apps wird unter Android möglich bleiben, es gibt aber Warnhinweise.
/ Tobias Költzsch
4 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Unter Android lassen sich auch künftig Apps per Sideloading installieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Unter Android lassen sich auch künftig Apps per Sideloading installieren. Bild: Tobias Költzsch/Golem

Die Webseite Android Authority hat in der Google-Play-App Hinweise darauf gefunden(öffnet im neuen Fenster) , wie das künftige Sideloading von Android-Apps ablaufen könnte. Im Code der App-Version 49.7.20-29 finden sich Textfragmente, die Warnhinweise enthalten, wenn die Installation einer unverifizierten App fortgesetzt wird.

"Wenn Sie die Installation ohne Verifizierung durchführen, beachten Sie bitte, dass Apps von nicht verifizierten Entwicklern Ihr Gerät und Ihre Daten gefährden können" , heißt es in einem Hinweis. Andere Mitteilungen verweisen darauf, dass aufgrund von fehlender Internetverbindung keine Verifizierung erfolgen kann.

Auch dann lassen sich Apps von nicht verifizierten Entwicklern aber offenbar installieren, wie der Hinweis "Installation ohne Verifizierung" andeutet. Dem Gründer des App Fair Projects und Marc Prud'hommeaux, der auch beim alternativen App-Store F-Droid beteiligt ist, gibt es diese Hinweise schon seit mindestens Juli 2025 im Android-Code, aber erst jetzt im Quelltext des Play Store.

Google spricht von High-Friction-Prozess

Google selbst spricht von einem "High-Friction-Prozess" beim künftigen Sideloading, wie Matthew Forsyth, Director of Product Management, erklärt(öffnet im neuen Fenster) . Nutzer können demnach auch künftig nicht verifizierte Apps installieren, sollen durch entsprechende Hinweise aber auf die von Google identifizierten Risiken hingewiesen werden. Die Mitteilungen erinnern an die, die Android bereits seit längerem ausgibt, wenn Apps aus unbekannten Quellen installiert werden.

Google hatte im August 2025 angekündigt , dass sich künftig alle Entwickler von Android-Apps registrieren müssten. Dazu hätte etwa ein Personalausweis eingereicht werden müssen, um die Identität zu bestätigen. Google sieht Sideloading als Sicherheitsrisiko, während viele Android-Entwickler die Freiheit schätzen, ihre Apps nicht unter dem Dach des Play Stores anbieten zu müssen.

Sideloading und alternative App-Marktplätze sind seit jeher ein Teil von Android. Nach der Ankündigung der verpflichtenden Verifizierung protestierten viele Entwickler, unter anderem auch die Macher von F-Droid. Google kündigte anschließend an , einen alternativen Prozess zu entwickeln, über den weiterhin Apps per Sideloading geladen werden können.


Relevante Themen