Google: Netflix-Konkurrent Youtube Red bietet Videodownloads
Youtube Red, der werbefreie Zugang zu Youtube, wird auch Downloads der Videos erlauben. Das gab die Google-Tochter am 21. Oktober bekannt.(öffnet im neuen Fenster) Der Dienst wird 10 US-Dollar im Monat kosten. Youtube werde eigene Serien und Filme anbieten, die zuerst auf Youtube Red laufen.
Bislang hatten Youtube und die Musikindustrie Streamripper-Dienste zum Umwandeln von Youtube-Videos technisch behindert und juristisch verfolgt .
Zu Youtube Red gehören laut Seeking Alpha(öffnet im neuen Fenster) auch Google Play Music, das Musik online und offline streamt, und auch der neue Dienst Youtube Gaming. Youtube Red wird ab dem 28. Oktober 2015 in den USA verfügbar sein und soll dann auch zügig international vorgestellt werden.
Youtube hat pro Monat über 1 Milliarde aktive Nutzer. Über die Hälfte nutzt mobile Geräte, dort läuft durchschnittlich Videocontent für über 40 Minuten. Über 80 Prozent der Views kommen aus dem Ausland.
Eigene Serien und Filme sollen bei Youtube Red jedoch erst ab Anfang des kommenden Jahres angeboten werden. Nutzer in den USA könnten den Dienst ab dem 28. Oktober 2015 für einen Monat kostenlos ausprobieren, erklärte Susanne Daniels, Vice President und Global Head of Original Programming bei Youtube. Ob auch Filme und Serien von anderen Produzenten und Studios angeboten werden sollen, wurde nicht bekanntgegeben. The Verge(öffnet im neuen Fenster) sagte Youtube-Manager Robert Kyncl jedoch, für den Dienst sei es wichtig, "nicht dasselbe anzubieten, was andere auch machen" . Es gehe um Leute, die sich auf Youtube bereits bewiesen hätten.
Content-Anbieter bekommen laut einem früheren Bericht einen Anteil von 55 Prozent an den monatlichen Einnahmen. Diesen Anteil bekommen Youtube-Produzenten auch an den Werbeeinnahmen.
Die Vorbereitungen für den Dienst laufen schon länger. Youtube-Chefin Susan Wojcicki sagte im Oktober 2014 auf der Code/Mobile Conference des Onlinemagazins Recode, dass Youtube die Einführung eines kostenpflichtigen Zugangs prüfe. Youtube sei werbefinanziert, was eine Milliarde Nutzer ermögliche. Es gebe aber einen Punkt, an dem Nutzer keine Werbung mehr sehen wollten.



