Abo
  • IT-Karriere:

Frontkamera des Pixel 3 XL macht tolle Nachtaufnahmen

Von der Schärfe her gibt es kaum nennenswerte Unterschiede zwischen den beiden Geräten - es ist erstaunlich, wie nah beieinander die Bildeindrücke sind. Der Hauptunterschied ist tatsächlich der Kontrast, hier liegt Huawei etwas vor Google. Wackeln wir absichtlich bei der Aufnahme leicht mit den Händen, sind die Ergebnisse ebenfalls kaum auseinanderzuhalten.

Stellenmarkt
  1. ruhlamat GmbH, Marksuhl
  2. THD - Technische Hochschule Deggendorf, Deggendorf

Diese Beobachtungen gelten allerdings nur für die Hauptkamera. Schalten wir auf die Frontkamera um, merken wir sofort einen entscheidenden Unterschied: Mit der Frontkamera des Mate 20 Pro können wir Huaweis Nachtmodus nicht verwenden. Entsprechend steht uns nur der normale Aufnahmemodus zur Verfügung, wahlweise unterstützt durch einen sogenannten Display-Blitz. Dabei leuchtet der Bildschirm während der Aufnahme weiß auf, was die aufzunehmenden Personen beleuchtet.

  • Ein mit dem Pixel 3 XL und Nachtsicht aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, mit dem Mate 20 Pro und Huaweis Nachtmodus ausgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Pixel 3 XL und Nachtsicht aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, mit dem Mate 20 Pro und Huaweis Nachtmodus ausgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Selbstporträts übertrumpft das Pixel 3 XL und Googles Nachtmodus die Konkurrenz von Huawei deutlich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 20 Pro bietet für die Frontkamera keinen Nachtmodus an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In besser beleuchteten Innenräumen sehen die mit Nachtsicht gemachten Bilder auch weniger bearbeitet aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bei Selbstporträts übertrumpft das Pixel 3 XL und Googles Nachtmodus die Konkurrenz von Huawei deutlich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Wählen wir hingegen die Frontkamera des Pixel 3 XL aus und richten sie auf uns, schlägt uns die Kamera-App direkt eine Aufnahme im Nachtmodus vor. Das Ergebnis unterscheidet sich qualitativ stark von den mit dem Mate 20 Pro möglichen Bildern: Anstelle eines dunklen, verrauschten Bildes oder eines Fotos mit unnatürlich ausgeleuchtetem Gesicht erhalten wir ein sehr natürlich belichtetes Foto, das zudem noch ausreichend scharf ist.

Natürlich sieht man dem Bild an, dass es bearbeitet wurde: Die Haut wirkt etwas glattgebügelt, da Googles Algorithmus Artefakte wegretuschiert. Angesichts der wirklich sehr dunklen Situation, in der wir Nachtsicht mit der Frontkamera ausprobiert haben, ist das Ergebnis sehr überzeugend - vor allem auch auf die Konkurrenz bezogen. Bei etwas mehr Licht wirken die Bilder auch weniger bearbeitet.

Fazit

Google hat es mit Nachtsicht geschafft, einen rein Software-basierten Nachtaufnahmemodus für seine Pixel-Smartphones nachzuliefern. Besonders erfreulich ist, dass nicht nur die Nutzer des aktuellen Pixel 3 und Pixel 3 XL in den Genuss der guten Nachtaufnahmen kommen, sondern auch Besitzer früherer Modelle.

Die mit der Hauptkamera gemachten Bilder sind von der Qualität vergleichbar mit denen, die wir mit Huaweis Nachtmodus gemacht haben. Das ist durchaus eine Leistung, die mit dem P20 Pro und Mate 20 Pro gemachten Nachtbilder zählten bisher zu den besten am Markt.

Bei Aufnahmen mit der Frontkamera überflügelt Googles Algorithmus die Konkurrenz von Huawei locker: Die Fotos sind angesichts der schwierigen Lichtsituation sehr gut und absolut vorzeigbar. Zwar sieht man den Bildern an, dass sie bearbeitet wurden, die Qualität ist aber immer noch sehr hoch.

Mit dem Nachtaufnahmemodus schafft es Google, das Pixel 3 XL in unserem jüngsten Kameravergleichstest weiter nach vorne zu bringen. Zwar ist die Einzelkamera des Pixel 3 XL immer noch nicht so vielseitig wie die des Mate 20 Pro, das insgesamt drei Brennweiten hat, Nachtsicht ist aber ein starkes Verkaufsargument für das Pixel 3 XL.

 Google Nachtsicht im Test: Starke Nachtaufnahmen mit dem Pixel
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 50,99€
  2. (-77%) 11,50€
  3. 2,99€

x2k 02. Dez 2018

Na solange Google den Bild Inhalt nicht beschriften muss wird es vermutlich funktionieren

suicicoo 29. Nov 2018

...und ich dachte, ich wäre der einzige... +1

Peter Brülls 29. Nov 2018

Klar. Aber wenn ich Zusatzhatdware mitnehmen muss, kann ich auch gleich die DSLR...

ph0b0z 28. Nov 2018

Hm, also wo ich vor allem starkes denoising und nachschärfen sehe, sind die Mate 20...

Pecker 28. Nov 2018

Das habe ich mir dann eben auch überlegt. Technisch gesehen ist ja die Spiegelreflex...


Folgen Sie uns
       


Linksabbiegen mit autonomen Autos - Bericht

In Braunschweig testet das DLR an zwei Ampeln die Vernetzung von automatisiert fahrenden Autos und der Verkehrsinfrastruktur.

Linksabbiegen mit autonomen Autos - Bericht Video aufrufen
Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

    •  /