Google: Das Wertvollste an Motorola sind die Patente

Den größten Teil des Kaufpreises von Motorola Mobility machten laut einer SEC-Mitteilung für Google die Patente aus. Pläne für das verlustbringende Unternehmen, dessen Übernahme Google schon im August 2011 ankündigte, gibt es offiziell weiterhin nicht.

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Google: Das Wertvollste an Motorola sind die Patente
(Bild: Rick Wilking/Reuters)

Google hat in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC den Wert der Patente von Motorola Mobility mit 5,5 Milliarden US-Dollar angegeben. "Patente und selbst entwickelte Technologie" hätten einen Anteil von 5,5 Milliarden US-Dollar an dem Kaufpreis des Konzerns in Höhe von 12,4 Milliarden US-Dollar.

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Die Patente sollten laut einem früheren Bericht zwischen 2,5 Milliarden US-Dollar und 4 Milliarden US-Dollar wert sein.

Ein Anteil von 2,9 Milliarden US-Dollar an dem Kaufpreis galt den Finanzreserven des Unternehmens in gleicher Höhe. Die Kundenkontakte waren laut Google 730 Millionen US-Dollar wert. 2,6 Milliarden US-Dollar entfallen auf "immaterielle Vermögensposten" und auf damit zu erzielende Synergien mit Google-Produkten. 670 Millionen US-Dollar wurden für "andere übernommene Werte" bezahlt.

Die Ankündigung der Übernahme von Motorola Mobility durch Google im August 2011 kam für viele überraschend. Nach eingehenden regulatorischen Prüfungen wurde der Kauf im Mai 2012 abgeschlossen. Der Kauf sei ein "starker Anschub" für Android, sagte Konzernchef Larry Page zur Begründung.

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In der vergangenen Woche berichtete Google, dass die neue Google-Sparte Motorola Mobility im zweiten Quartal 2012 einen Umsatz von 1,25 Milliarden US-Dollar und einen operativen Verlust von 233 Millionen US-Dollar erwirtschaftet habe. Auf die Fragen der Analysten nach Googles Plänen für Motorola sagte Finanzchef Patrick Pichette: "Ich bitte um ein wenig Geduld mit uns, damit wir unsere Hausaufgaben beenden können", da das Unternehmen Motorola erst seit wenigen Wochen besitze. "Es ist logisch, dass jeder auf Änderungen bei Motorola wartet, aber wir haben gegenwärtig wirklich gar nichts bekanntzugeben", gab Pichette zu.

Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt hatte erklärt, dass der Internetkonzern Motorola nicht nur wegen der Patente gekauft habe. Schmidt sagte auf der Dreamforce Conference 2011 von Salesforce: "Wir wollen mindestens einen Bereich haben, wo wir integrierte Hardware und Software entwickeln können."

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