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Google, Meta, Amazon und Co.: US-Tech-Angestellte fordern Haltung von ihren CEOs

Angestellte großer Tech-Unternehmen wollen ihre Augen nicht mehr vor dem eskalierenden Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde verschließen.
/ Mike Faust
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Forderung: Auch die CEOs großer Unternehmen sollen sich gegen die US-Einwanderungsbehörde aussprechen. (Bild: Stephen Maturen/Getty Images)
Forderung: Auch die CEOs großer Unternehmen sollen sich gegen die US-Einwanderungsbehörde aussprechen. Bild: Stephen Maturen/Getty Images

Tech-Angestellte in den USA haben eine Petition gestartet(öffnet im neuen Fenster) , mit der sie ihre CEOs dazu auffordern, sich öffentlich gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE auszusprechen. Wie Wired berichtet(öffnet im neuen Fenster) , gehören zu den bisherigen Unterzeichnern auch prominente Forscher von Google und Anthropic sowie Angestellte von Meta, Amazon, OpenAI, Spotify, Tiktok und Salesforce.

Die Initiatorin und ehemalige Mitarbeiterin des Zahlungsdienstleisters Stripe, Anne Diemer, sagte Wired: "Ich glaube, viele Tech-Mitarbeiter hatten das Gefühl, sich nicht äußern zu können." Sie fügte hinzu: "Ich wünsche mir, dass führende Köpfe der Tech-Branche die Regierung des Landes kontaktieren und die Aktionen der Einwanderungsbehörde ICE verurteilen."

Nicht so tun, als sei es normal

Als Auslöser für das Aufbegehren werden der Tod von Renée Good, die von einem ICE-Beamten am 7. Januar 2026 erschossen wurde, und die anschließende Reaktion der US-Regierung genannt.

Nikhil Thorat, Ingenieur bei Anthropic, schrieb dazu in einem Beitrag auf X(öffnet im neuen Fenster) , Menschen sollten sich auch in der Öffentlichkeit weigern, so zu tun, als sei dies normal. Er verstehe, dass es Angst mache, dadurch selbst zu einem Ziel werden zu können, und verglich dies mit der Situation von Menschen im nationalsozialistisch regierten Deutschland, die aus demselben Grund geschwiegen hätten.

CEOs sicherten sich Trumps Wohlwollen

Auch Jeff Dean, Chief Scientist bei Google Deepmind und Google Research, äußerte, man dürfe "nicht gegenüber wiederholten Fällen illegalen und verfassungswidrigen Handelns von Regierungsbehörden abstumpfen" .

Kurz nach der Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump sicherten sich die CEOs der großen Tech-Konzerne dessen Wohlwollen und profitieren von gelockerten Regularien und teilweise aufgehobenen Handelsbeschränkungen . Trump machte zudem deutlich, dass er Unternehmen stark benachteiligen werde, wenn sie seine Politik nicht unterstützen .


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