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Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.

Artikel von veröffentlicht am
Das Berliner Kleinprofil, hier ein Zug der Baureihe IK (Icke), wird bei Google nicht korrekt angezeigt.
Das Berliner Kleinprofil, hier ein Zug der Baureihe IK (Icke), wird bei Google nicht korrekt angezeigt. (Bild: Stadler Rail)

Wer in Berlin mit Google Maps im ÖPNV navigiert, der bekommt schon seit einer Weile neue U-Bahn-Linien angezeigt. Doch diese existieren in Teilen gar nicht und bieten einen interessanten Einblick, wie Google den ÖPNV (falsch) interpretiert. Dazu muss man allerdings etwas ausholen und betonen, dass die Anzeige in der Regel zuverlässig ist. Derzeit werden aber U-Bahn-Linien angezeigt, die es so nicht gibt, wenngleich sie betrieblich durchaus vorhanden sind.

Inhalt:
  1. Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
  2. Ein genauer Blick auf den Fahrplan hilft

Hintergrund ist anscheinend ein recht lange in der Vergangenheit liegender Fahrplanwechsel in Berlin. Die Berliner Verkehrsbetriebe BVG haben sich vom linienreinen Betrieb der U-Bahn verabschiedet und führen zwei Linien zusammen: Die U3 aus Zehlendorf trifft in der West-City auf die U1 vom Ku'damm, sie fahren im Wechselspiel zur Warschauer Straße gen Osten. Dazu fährt auf einem kurzen Abschnitt die U2 parallel zu diesen beiden Linien. Schaut man allerdings genau auf diesen Kartenausschnitt, zeigt sich eine Verästelung der Linien U2 und U3 mit der jeweiligen Nutzung der anderen Linie.

Möglich ist das prinzipiell, denn die Linien U1 bis U4 gehören in Berlin zum Kleinprofil, das sehr viel stärker betrieblich miteinander verknüpft wird. Beim Großprofil (U5 bis U9) ist das nur begrenzt möglich und wird im Fahrgastbetrieb so gut wie nie ausgenutzt, sieht man von Baustellen oder Cabrio-Fahrten im Tunnel ab.

Auf dem Kleinprofil zeigt Google aber mehr an, als es eigentlich sollte. So zweigt die U2 angeblich am Wittenbergplatz nach Süden in Richtung Zehlendorf zum Breitenbachplatz ab und nutzt die Gleise der U3. Auf der anderen Seite verwendet die U3 ab Wittenbergplatz das südliche Hochbahnviadukt der U2 zum Gleisdreieck. Zudem fährt die U3 auch zum Zoologischen Garten - und hier wird es kompliziert. Vereinzelt fahren Züge nämlich tatsächlich diese Wege. Doch das wissen in Berlin nur Kenner. Beworben wird das weder von der BVG noch vom Verkehrsverbund in den jeweiligen Netzspinnen. Dementsprechend existieren diese Linienwege eigentlich auch nicht.

Ein genauer Blick auf den Fahrplan hilft 
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meinoriginaluse... 16. Jul 2019 / Themenstart

wenn die Züge nutzbar sind und wie reguläre Züge in den Stationen jeweils halten - dann...

Nasenbaer 13. Jul 2019 / Themenstart

Quatsch! Ist bei uns in Rostock auch so. Da ist dann ein Sternchen oder ein Buchstabe im...

crustenscharbap 11. Jul 2019 / Themenstart

In Berlin sind zwar Tram Linien eingezeichnet aber die sind alle falsch. Also da wo die...

Laforma 10. Jul 2019 / Themenstart

...hat Google Maps eine Zeit lang eine Ringstraße dargestellt, die in Planungsphase war...

ase (Golem.de) 10. Jul 2019 / Themenstart

Hallo, da ich das jetzt schon mehrfach gehört habe, habe ich mal ein Update gemacht...

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