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Ein genauer Blick auf den Fahrplan hilft

Wer in den Fahrplan schaut oder auf besondere Fahrten in der Praxis achtet, findet aber schnell heraus, wie das zustande kommt. Von der Linie U3 werden morgens beispielsweise kurz vor sechs Uhr zwei Züge aus ihren Abstellanlagen auf die U2 Richtung City Ost geschickt. Dementsprechend wird hinter dem Wittenbergplatz das Gleis gewechselt. Es gibt also eine Direktverbindung aus betrieblichen Gründen.

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Am Abend passiert das gleiche auf dem Rückweg, um 20 Uhr herum. Dann werden sogar drei Züge der U2 auf den Linienweg der U3 geschickt. Zwei davon fahren bis zum Breitenbachplatz, einer fährt nur bis zum Fehrbelliner Platz. Diese Züge werden nicht umgeschildert und verwirren selbst Berliner ab und an, weil sie so selten fahren. Es handelt sich hierbei morgens um Einsetzfahrten, abends sind es Aussetzer. Statt sie ab dem Linienwechsel leer fahren zu lassen, sind sie als zusätzliches Angebot vor beziehungsweise nach dem Berufsverkehr unterwegs.

Bei der Fahrt der U3 zum Zoo dürfte Ähnliches gelten, vermutlich aber eher zu Betriebsbeginn oder -schluss. Aufgrund von Bauarbeiten und wegen des ausgedünnten Ferienfahrplans können wir den exakten Grund dafür im Fahrplan nicht herausfinden.

Solche betrieblich notwendigen Fahrten gehören zur täglichen Regel im ÖPNV. Verstärkerfahrten enden ein bisschen früher, und wenn die dichte Zugfolge am Abend nicht mehr notwendig ist, müssen die zusätzlichen Züge irgendwie aus dem Netz genommen werden. Dafür finden sich bei U-Bahnen zahlreiche Abstell- und Kehranlagen. Sie müssen dann nicht in die großen Depots oder Betriebswerkstätten und können orts- und zeitnah zur nächsten Verdichtung der Zugfolge eingesetzt werden. Die Endpunkte der U-Bahn-Linien haben zumindest in Berlin nicht genug Platz, um alle Züge aufzunehmen.

Apple stellt diese betrieblichen Besonderheiten in Berlin interessanterweise nicht dar. Allerdings unterstützt Apple kaum Städte. Berlin ist weiterhin die einzige deutsche Stadt, die eine ÖPNV-Navigation erlaubt. Dafür sind die ÖPNV-Daten, dort wo sie unterstützt werden, in der Regel von sehr hoher Qualität. Bei Google lässt sich hingegen im Durchschnitt sehr viel leichter navigieren. Das kann allerdings auch schiefgehen, wie wir selbst einmal erfahren mussten: In der ungarischen Stadt Kekcskemét werden Buslinien angezeigt, die schlicht nicht existieren. Und das, obwohl eine Fehlermeldung schon vor einem Jahr abgeschickt wurde.

Nachtrag vom 10. Juli 2019, 10:15 Uhr

Wie sich aus verschiedenen Lesermeldungen ergab, betrifft das Problem auch andere Verkehrssysteme. In Berlin werden beispielsweise auch S-Bahn-Aussetzfahrten als Linie eingestuft. Es gibt vom S-Bahn-Ring über die eingleisige Halenseekurve vereinzelte Fahrten zum Ein- und Aussetzen. Auch Straßenbahndaten können so teils falsch übernommen werden. Das betrifft auch andere Städte.

 Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
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spyro2000 23. Aug 2019

"Berlin ist weiterhin die einzige deutsche Stadt, die eine ÖPNV-Navigation erlaubt." ???

mbirth 19. Aug 2019

*hust*

meinoriginaluse... 16. Jul 2019

wenn die Züge nutzbar sind und wie reguläre Züge in den Stationen jeweils halten - dann...

crustenscharbap 11. Jul 2019

In Berlin sind zwar Tram Linien eingezeichnet aber die sind alle falsch. Also da wo die...

Laforma 10. Jul 2019

...hat Google Maps eine Zeit lang eine Ringstraße dargestellt, die in Planungsphase war...


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