Google Lunar X-Prize: Mond, wir kommen 2017!

Es geht los: Zwei Teilnehmer am Google Lunar X-Prize haben Flüge zum Mond gebucht. Allerdings sollten sie schon vor drei Jahren dort gelandet sein.

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Der Mond: Frist mehrfach verlängert, Preisgeld erhöht
Der Mond: Frist mehrfach verlängert, Preisgeld erhöht (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Das Rennen ist endlich eröffnet: 2017 wollen zwei private Teams ein Landefahrzeug zum Mond schicken. Die Ankündigung kommt rechtzeitig, um den Google Lunar X-Prize nicht vorzeitig zu beenden.

Die Teams Space IL aus Israel und Moon Express (Moon Ex) aus den USA sind die beiden ersten der 16 Teilnehmer, die Verträge mit Raumfahrtunternehmen für einen Transport ins All abgeschlossen haben: Space IL wird sein Landefahrzeug als Sekundärnutzlast von einer Falcon-9-Trägerrakete des US-Raumfahrtunternehmens Space Exploration Technologies (SpaceX) transportieren lassen. Der Start ist für die zweite Hälfte des Jahres 2017 geplant.

Trägerrakete Electron wiegt nur 10 Tonnen

Moon Ex hat eine Startvereinbarung mit Rocket Lab abgeschlossen. Das US-Raumfahrtunternehmen hat die dreistufige Trägerrakete Electron entwickelt, mit der Satelliten sehr günstig ins All geschossen werden sollen. Die Rakete sowie der Tank bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und wiegen nur rund 10 Tonnen. Das soll Treibstoff sparen - weshalb der Flug vergleichsweise günstig ist: Ein Satellitentransport soll weniger als 5 Millionen US-Dollar kosten.

Allerdings ist die Electron noch nicht geflogen. Ursprünglich wollte Rocket Lab seine Rakete in diesem Jahr erstmals starten. Das wird nicht mehr klappen. Der Erstflug wird sich damit in das Jahr 2016 verschieben.

Moon Ex sucht nach Rohstoffen

Moon Ex will mit unbemannten Rovern den Mond erkunden - unter anderem nach Rohstoffen. Außerdem plant das kalifornische Unternehmen, das auch mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa zusammenarbeitet, mit der International Lunar Observatory Association (Iloa) ein kleines Teleskop auf den Mond zu bringen.

Google und die X-Prize-Foundation hatten den Lunar-X-Prize 2007 ausgeschrieben. Der Start war im Jahr darauf. Ziel ist es, einen Roboter zum Mond zu fliegen und ihn dort weich landen zu lassen. Er muss sich dann mindestens 500 Meter von seinem Landeplatz entfernen und Bilder, Videos und Daten zur Erde senden.

2016 müssen die anderen Teams einen Mondflug buchen

Die Veranstalter setzten seinerzeit eine Frist bis zum 31. Dezember 2012. Die wurde mehrfach verlängert. Stichtag ist jetzt der 31. Dezember 2017. Als zusätzliche Bedingung wurde eingeführt, dass mindestens ein Team bis zum 31. Dezember 2015 die Vereinbarung für einen Raumtransport nachweisen muss. Da dies erfüllt ist, dürfen alle Teams weitermachen. Die übrigen 14 Teams haben bis Ende 2016 Zeit, um eine Startvereinbarung vorzulegen.

Als Preisgeld für den ersten Lander auf dem Mond waren anfangs 20 Millionen US-Dollar ausgelobt. Das ist zwischenzeitlich um 10 Millionen US-Dollar erhöht worden. Anfang des Jahres hatte die X-Prize-Foundation zudem Preise für wichtige Entwicklungen für die Mondfahrt vergeben.

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