Abo
  • IT-Karriere:

Google: "Immer mehr Regierungsabfragen zu Nutzerdaten"

Google beklagt, dass die Überwachung der Nutzerdaten durch Regierungen stark zunimmt. Die meisten behördlichen Anordnungen zu Google-Konten oder -Diensten kamen aus den USA. Aber auch Deutschland ist unter den Top 5.

Artikel veröffentlicht am ,
Zahl der Anträge nimmt rapide zu.
Zahl der Anträge nimmt rapide zu. (Bild: Google)

Google hat seinen Transparency Report für Regierungsabfragen zu Nutzerdaten für die Zeit von Januar bis Juni 2012 vorgelegt. Dorothy Chou, Senior Policy Analyst bei Google, erklärte im Blog des Unternehmens: "Dies ist das sechste Mal, dass wir diese Daten veröffentlichen, und ein Trend ist klargeworden: Die Überwachung durch Regierungen nimmt zu"

Stellenmarkt
  1. TenneT TSO GmbH, Bayreuth, Würzburg
  2. Dataport, Bremen, Magdeburg, Rostock

In der ersten Hälfte des Jahres 2012 gab es 20.938 Anforderungen zur Herausgabe von Nutzerdaten, die 34.614 Nutzerkonten betrafen. Bei dem ersten Transparency Report von Google im zweiten Halbjahr 2009 waren es erst 12.539 Anfragen von Regierungsbehörden und Gerichten.

Die meisten behördlichen Anordnungen zu Google-Konten oder -Diensten kamen mit 7.969 aus den USA, gefolgt von 2.319 Anfragen aus Indien, 1.566 aus Brasilien, 1.546 aus Frankreich und 1.533 aus Deutschland.

Zudem erhielt Google 1.791 Aufforderungen von Regierungen, Inhalte zu löschen. Entfernungen von Inhalten werden zum Beispiel aufgrund von vermeintlichen Verleumdungen, Datenschutz und Sicherheit, Regierungskritik oder Bedrohung der nationalen Sicherheit gefordert.

Google erklärt zum Beispiel zu Australien: "Wir haben ein Ersuchen von einer staatlichen Behörde erhalten, ein Youtube-Video mit Aussagen gegen Angehörige der Strafverfolgungsbehörden zu löschen. Wir sind diesem Ersuchen nicht nachgekommen."

"Aufgrund einer gerichtlichen Verfügung haben wir acht Suchergebnisse mit Links zu Websites, auf denen die Ehefrau eines Politikers verleumdet wird, gelöscht", berichtet Google zu Deutschland. Von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien erhielt Google ein Ersuchen um Löschung eines Youtube-Videos, das "anstößige Sprache im Zusammenhang mit der Polizei" enthielt. Die Anzahl der erhaltenen Anträge auf Entfernung von Inhalten aus Deutschland ist im Berichtzeitraum um 140 Prozent gestiegen.

Kritik an der türkischen Regierung bei Youtube unerwünscht

Aus der Türkei hat Google von der Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologie 148 Löschersuchen für 426 Youtube-Videos, von Blogs bei Blogger, eines Google-Dokuments und eines Suchergebnisses erhalten, die damit begründet werden, dass in diesen Inhalten Kritik an Atatürk, der Regierung oder an der nationalen Identität und nationalen Werten der Türkei geübt werde. "Wir haben den Zugriff auf 63 Prozent der Youtube-Videos für türkische Nutzer gesperrt", in den anderen Fällen sei den Ersuchen nicht entsprochen worden.

Im vergangenen Monat sind für die Google-Suche wegen Urheberrechtsverletzungen Anträge von 1.442 Unternehmen auf Entfernung von 8.255.076 URLs beantragt worden, betroffenen waren 32.916 Domains.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 337,00€
  2. 69,99€ (Release am 25. Oktober)
  3. 39,99€ (Release am 3. Dezember)
  4. (aktuell u. a. Corsair Glaive RGB Gaming-Maus für 32,99€, Microsoft Office 365 Home 1 Jahr für...

neocron 15. Nov 2012

Richter ... muharr ... :) geht das schon wieder los! wen sollte es interessieren, und...


Folgen Sie uns
       


LG G8x Thinq - Hands on

Das G8x Thinq von LG kann mit einer speziellen Hülle verwendet werden, die dem Smartphone einen zweiten Bildschirm hinzufügt. Golem.de hat sich das Gespann in einem ersten Kurztest angeschaut.

LG G8x Thinq - Hands on Video aufrufen
Telekom Smart Speaker im Test: Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht
Telekom Smart Speaker im Test
Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den einzigen smarten Lautsprecher an, mit dem sich parallel zwei digitale Assistenten nutzen lassen. Der Magenta-Assistent lässt einiges zu wünschen übrig, aber die Parallelnutzung von Alexa funktioniert schon fast zu gut.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Smarte Lautsprecher Amazon liegt nicht nur in Deutschland vor Google
  2. Pure Discovr Schrumpfender Alexa-Lautsprecher mit Akku wird teurer
  3. Bose Portable Home Speaker Lautsprecher mit Akku, Airplay 2, Alexa und Google Assistant

Rohstoffe: Lithium aus dem heißen Untergrund
Rohstoffe
Lithium aus dem heißen Untergrund

Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Wasserkraft Strom aus dem Strom
  2. Energie Wie Mikroben Methan mit Windstrom produzieren
  3. Erneuerbare Energien Die Energiewende braucht Wasserstoff

Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
Linux-Kernel
Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im Android-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Kernel Linux bekommt Unterstützung für USB 4
  2. Kernel Vorschau auf Linux 5.4 bringt viele Security-Funktionen
  3. Linux Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

    •  /