Google I/O: Neue Dienste und APIs für Android-Entwickler

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O neue Dienste und APIs für Entwickler vorgestellt - von besserer Ortsbestimmung bis hin zu einem plattformübergreifenden Spieleservice. Zudem gibt es eine komplette Entwicklungsumgebung für Android.

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Hugo Barra auf der Google I/O 2013
Hugo Barra auf der Google I/O 2013 (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Google liefert neue APIs und Dienste für Android-Entwickler nach, die zum Teil noch heute über ein Update auf Android-Geräten verfügbar sein sollen. Dazu zählen die Google Play Game Services für Spielentwickler. Sie umfassen unter anderem den Dienst Cloud-Save, in dem Entwickler Spielstände in der Cloud ablegen können. Spieler können so ein auf dem Tablet gestartetes Spiel auf dem Smartphone fortsetzen.

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Auch Achievements und Leaderboards sind Teil der Play Games Services. Freunde auf Google+ sollen hiermit ihren Punktestand vergleichen können. Dafür können auch Spiele unter iOS und im Web den Dienst nutzen.

Unter dem Stichwort Multiplayer bietet Google ein API für Multiplayerspiele an. Es umfasst sowohl das Matching von Spielern, die über Google+ gefunden werden können, als auch die notwendigen P2P-Netzwerk-Stacks, um die Spieler miteinander zu verbinden. Die ersten Spiele auf Basis der Google Play Game Services sollen noch heute erscheinen, das notwendige Update soll im Laufe des Tages automatisch auf Android-Geräten landen.

Aber nicht nur für Spielentwickler gibt es Neuerungen: Google aktualisiert auch das Maps-API, mit dem neue 3D-Ansichten in Apps integriert werden können. Hinzu kommen drei neue Location-APIs: Der Fused Location Provider nutzt die Daten aller Sensoren in einem Gerät, um die aktuelle Position schneller und genauer zu ermitteln. Dabei verwendet Google einen neuen Low-Power-Modus, der pro Stunde nur einen Prozent der Akkukapazität benötigen soll.

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Mittels Geofencing lassen sich Ereignisse auslösen, wenn Nutzer einen Bereich betreten oder verlassen, und mit dem neuen Activity-Recognition-API lässt sich erkennen, was ein Nutzer gerade macht: Über maschinelles Lernen erkennt der Dienst beispielsweise, ob ein Nutzer gerade läuft oder Rad fährt.

Darüber hinaus sollen sich Nutzer künftig per Google+ auf den Seiten von App-Entwicklern anmelden und dabei eine App direkt auf ein Gerät installieren. Wird die App gestartet, ist der Nutzer sofort eingeloggt.

Auch der Dienst Google Cloud Messaging (GCM), über den Entwickler Push-Nachrichten an Apps senden können, wird erweitert: Zum einen können persistente Verbindungen zu GCM aufgebaut und so eine große Zahl an Nachrichten an viele Geräte gesendet werden. Zudem werden künftig Upstream-Nachrichten unterstützt, die also in die andere Richtung gehen. Die Nachrichten werden außerdem über mehrere Geräte synchronisiert. Verschwindet eine Benachrichtigung auf einem Gerät, verschwindet sie auch auf einem anderen.

Android Studio

Mit Android Studio bietet Google darüber hinaus eine komplette Entwicklungsumgebung für Android-Entwickler an. Diese basiert auf IntelliJ und ist speziell zur Entwicklung von Android-Apps ausgelegt. Beispielsweise kann eine App-Vorschau gleichzeitig für unterschiedliche Displaygrößen angezeigt werden. Zudem will Google Dienste wie GCM in die IDE integrieren.

Die Entwicklerkonsole "Google Play Dev Console" erweitert Google um neue Statistiken und Optimierungstipps. Auch wird es einen Übersetzungsdienst geben, mit dem Entwickler ihre Apps von professionellen Entwicklern in andere Sprachen übersetzen lassen können. Dabei können Entwickler zwischen verschiedenen Anbietern wählen.

Erstmals sollen Entwickler über Google Play zudem auch Betatests abwickeln und Apps an Teile ihrer Nutzer ausliefern können.

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