Google Health im Test: Fitbit Air fühlt sich wie Fitness aus der Zukunft an
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"Nach diesem Pensum ist die Couch jetzt der wichtigste Ort." Als diese Meldung nach einer längeren Wanderung auf meinem Smartphone auftauchte, musste ich lachen. Der Satz stammt vom neuen Google Health Coach, also der KI-Komponente hinter Fitbit Air.
Solche Momente beschreiben gut, was Google hier eigentlich bauen will: keinen klassischen Fitness-Tracker, sondern einen digitalen Gesundheitsbegleiter, der Daten interpretiert und nicht nur anzeigt.
Das Konzept erinnert an Whoop. Auch dort geht es weniger um einzelne Workouts als um Belastung, Regeneration und langfristige Gesundheitsdaten. Der große Unterschied: Fitbit Air kostet in Deutschland 100 Euro inklusive drei Monaten Google Health Premium.
Danach verlangt der Anbieter für sein Abo 10 Euro pro Monat beziehungsweise 100 Euro pro Jahr. Dieses Abo ist nicht unbedingt notwendig, Fitbit Air lässt sich auch gut ohne den KI-Coach verwenden; dann eher als klassischer Tracker nur mit Daten, ohne Ratschläge und Tipps.
Whoop MG (Test auf Golem) liegt dagegen schnell bei rund 400 Euro pro Jahr. Deshalb dürfte Google mit seinem wesentlich günsteren Preismodell für den Konkurrenten sehr unangenehm werden.
Alternativ gibt es ohne Abo noch weitere displaylose Tracker: Von Polar ein Gerät namens Loop, von Amazfit das Wearable Helio. Viele Garmin-Nutzer warten derzeit auf einen Tracker ohne großes Display, Gerüchten zufolge soll das Ding Cirqa heißen und demnächst vorgestellt werden.
Kleiner Sensor trifft große KI
Google kombiniert bei Fitbit Air einen winzigen Sensor am Handgelenk mit einer großen KI-Plattform. Der Tracker zeichnet Vitaldaten wie Puls und Schritte auf. Die eigentliche Analyse-Arbeit übernimmt die neue Google-Health-App inklusive KI-Coach auf Gemini-Basis.
Dass Fitbit Air kein Display besitzt, klingt zunächst wie ein Nachteil. Im Alltag wirkt das Konzept aber erstaunlich angenehm. Statt ständig Werte anzustarren, tragen Nutzer den Tracker einfach dauerhaft und schauen später in die App.
Der kleine Tracker selbst ist extrem angenehm zu tragen. Fitbit Air wiegt mit Band gerade einmal rund 12 Gramm, das eigentliche Modul sogar nur 5,2 Gramm. Der Tracker ist außerdem nur 8,3 Millimeter dick und damit unauffälliger als jede Smartwatch.
Google verspricht bis zu sieben Tage Akkulaufzeit, was im Test realistisch wirkt. Geladen wird magnetisch, fünf Minuten am Kabel (USB-C) reichen für einen weiteren Tag.
Die neue Google-Health-App soll langfristig praktisch alle Gesundheitsdaten zusammenführen – nicht nur von Fitbit-Geräten, sondern auch aus anderen Apps und Plattformen wie Apple Health.
Ernährung, Schlaf, Vitaldaten, Gewicht und Aktivitäten sollen in einem einzigen System landen. Wer aus Datenschutzgründen nicht will, dass diese Daten bei Google landen, kann Air nicht verwenden.
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