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Google Fitbit Air: Verfügbarkeit und Fazit

Die automatische Aktivitätserkennung funktioniert dagegen gut. Spaziergänge, Wanderungen oder kleinere Sporteinheiten erkennt Fitbit Air meist zuverlässig und oft schneller als viele Konkurrenzprodukte.

Nur: Sobald ich länger als zwei oder drei Minuten etwa an einer Bahnschranke stehe, wird die Trainingsaufzeichnung beendet und beim Weiterwandern eine neue gestartet.

Im Dialog mit dem KI-Coach kann ich ihn immerhin dazu bewegen, die vielen kurzen Einheiten zu einer langen Aktivität zusammenzufassen. Das ist aber umständlich, und theoretisch muss ich dann die überflüssigen Daten manuell löschen – sagt der Coach, der das manchmal aber trotzem selbst erledigt, und manchmal auch nicht.

Es gibt noch mehr derart schräge Besonderheiten. Relativ zentral in den Daten von Fitbit Air steht etwa die Cardio-Belastung. Google versucht daraus eine Art Wochenziel abzuleiten.

In meinem Fall sollte ich etwa 75 Punkte erreichen – tatsächlich kam ich nach ein paar Tagen aber schon auf 1.474 Punkte beziehungsweise fast 2.000 Prozent Zielerreichung. Ehrlich: So sportlich war ich nicht, mir kommt das wie ein Bug vor.

Die Schlafanalyse immerhin gehört zu den stärkeren Bereichen der Plattform. Google kombiniert klassische Schlafphasenerkennung mit KI-Auswertungen und erklärt verständlich, warum der Schlaf gut oder schlecht war.

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Die Plattform erkennt Unruhe, Unterbrechungen und Erholungsmuster oft plausibel. Google spricht von einer um rund 15 Prozent verbesserten Schlaferkennung gegenüber älteren Fitbit-Systemen.

Google Fitbit Air(öffnet im neuen Fenster) startet in Deutschland am 26. Mai 2026 für die genannten 100 Euro – das ist der Preis der Hardware. Im Preis enthalten sind drei Monate Google Health Premium. Die kostenlose Basisversion der Google-Health-App bleibt dauerhaft nutzbar. Der Tracker unterstützt Android und iOS, Letzteres ohne Einschränkungen.

Fazit

Die Sensoren von Fitbit Air machen insgesamt einen erstaunlich guten Job. Schlaf, Ruhepuls, HRV oder Aktivitätserkennung wirken meist plausibel und zuverlässig. Gerade dafür, dass der Tracker praktisch unsichtbar am Arm sitzt, ist das Gesamtpaket beeindruckend.

Die eigentlichen Probleme liegen derzeit weniger bei der Datenerfassung als bei der Interpretation durch die KI. Manche Belastungswerte wirken komplett überzogen, Kalorienberechnungen schießen teils weit daneben und die KI zieht manchmal merkwürdige Schlüsse.

Das ist stellenweise sogar amüsant, sollte bei einer Gesundheitsplattform natürlich trotzdem nicht passieren. Solche Probleme könnte Google relativ schnell per Software- und KI-Updates verbessern.

Spätestens dann dürfte Whoop MG tatsächlich ein Problem bekommen. Fitbit Air ist deutlich günstiger und für mich derzeit klar das spannendste Wearable für alle, die Gesundheit und Fitness verstehen wollen, ohne ständig auf eine große Sportuhr zu schauen – oder sehr viel Geld für ein Abo zu bezahlen.

Peter Steinlechner testet seit vielen Jahren Wearables, Sportuhren und Fitness-Technik. Besonders wichtig sind ihm alltagstaugliche Sensoren, verständliche Auswertungen und die Frage, was KI bei Gesundheit und Training tatsächlich sinnvoll verbessern kann.


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