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Softwareentwickler Christopher Tafeit
Softwareentwickler Christopher Tafeit (Bild: Christopher Tafeit)

Glass in der Öffentlichkeit? Nein, danke.

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Problematisch ist für mich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit der Google Glass. Wenn ich mit aufgesetzter Brille einem fremden Menschen gegenübersitze, bin ich emotional angespannt. Im besten Fall erhalte ich einen vorwurfsvollen Blick. Im schlimmsten Fall wird dieser Vorwurf auch ausgesprochen: "Die Kamera filmt jetzt hoffentlich nicht, oder?" Anstatt Augenkontakt mit Mitreisenden zu meiden und lethargisch aus dem Fenster zu starren, gewöhne ich mir an, auch hier die Brille abzunehmen.

Ins Kino komme ich gar nicht erst hinein mit der Brille. Ein FBI-Verhör, wie es einem US-Glass-Explorer widerfahren ist, bleibt mir erspart, denn der Kartenkontrolleur lässt mich gar nicht erst rein. Da mir die Google Glass dank angepasster Brillengläser in meiner Sehstärke als Alltagsbrille dient und ich keine Ersatzbrille dabeihabe, wird mir der Kartenpreis rückerstattet.

Für den Einsatz bei meinem Karatetraining ist die Datenbrille bedingt geeignet. Mit einer passenden Glassware könnte eine Kampfszene zu Trainingszwecken zwar gut visualisiert werden - passende Sensorunterstützung inklusive. Für spannende Kurzvideos im Kampftraining ist mir die Gefahr, die Brille zu beschädigen, aber viel zu hoch.

Ohne Gesichtserkennung läuft nichts

In meiner Freizeit habe ich ständig kleine Programmideen, die mir den Alltag erleichtern könnten. Dazu gehören zum Beispiel Rezeptvorschläge zu Supermarktangeboten, die mir fehlende Zutaten - synchronisiert mit meinem Kühlschrankinhalt - liefern. Oder eine Informationssoftware für Menschen, die mich auf der Straße grüßen, an die ich mich aber nicht erinnere. Hilfreich wäre es, wenn der Name, das Datum des letzten Treffens und das letzte Diskussionsthema eingeblendet würden.

Mir wird klar: Die Mehrzahl dieser Ideen benötigt eine Gesichtserkennung - die Google nicht integrieren will. Als Softwareentwickler weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie man ohne Gesichtserkennung einen sinnvollen Funktionsumfang garantieren will. Den Sinn in Verlegenheitslösungen wie QR-Codes oder dergleichen sehe ich nicht.

Ein Abenteuer, das sich lohnt?

Das anfängliche Hochgefühl und ein nervöses Kribbeln in der Magengegend sind mir auch jetzt, nach einem Monat intensiver Nutzung, noch immer geblieben, wenn ich mit der Google Glass das Haus verlasse. Ihr effektiver Nutzen ist auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich und es gibt Situationen, in denen die Brille keine Hilfe, sondern eine Belastung ist. Ich setze sie im Moment viel lieber ab als auf.

Doch jedes Mal, wenn ich eine neue Idee für eine simple, nützliche Glassware habe, die mir den Alltag erleichtern würde, werde ich das Gefühl nicht los: "Das ist es wert."

Christopher Tafeit ist Softwarentwickler. Unter glassinaustria.blogspot.de schreibt er darüber, wie Google Glass seinen Alltag beeinflusst.

 Google Glass: Die Datenbrille zum Absetzen

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Gallowglass 04. Feb 2014

Immer wenn ich das lese, denke ich mir das die Leute die das schreiben keine Ahnung von...

kitingChris 03. Feb 2014

Sprühst du dann auch konsequenter Weise jede Überwachungskamera in U-Bahnen oder...

Niaxa 03. Feb 2014

Du stützt deine Aussagen auf was? Wenn man dir so zuhört, ist jeder Mensch generell schon...

Niaxa 03. Feb 2014

Normal blinzeln reicht nicht aus. Das fällt schon auf wenn jemand vor einem künstlich die...

Andre S 31. Jan 2014

Och das hat schon lange begonnen und der Wald wird immer dichter. Warte ab bis es eine...



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