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Google F1: Ersatz für MySQL

Google Research hat mit F1 eine neue verteilte Datenbank entwickelt, die so ausfallsicher und skalierbar sein soll wie NoSQL-Datenbanken, dabei aber den Vorteil einer SQL-Datenbank bietet. Google nutzt F1 als MySQL-Ersatz.
/ Jens Ihlenfeld
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F1 wurde von Grund auf neu entwickelt. (Bild: Google Research)
F1 wurde von Grund auf neu entwickelt. Bild: Google Research

Bei F1(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich um eine relationale Datenbank mit einem festen Schema, einer parallelen SQL-Query-Engine, Unterstützung von Transaktionen und Indizes, die auf einem verteilten Storage-System namens Spanner aufsetzt, das sich auch auf Standardhardware im Rechenzentrum skalieren lässt.

Die zu speichernden Daten verteilt Spanner automatisch auf verschiedene Systeme (automatisches Sharding), wobei F1 eine transaktionskonsistente Replikation über Rechenzentren hinweg unterstützt. So kann das Gesamtsystem auch den Ausfall ganzer Rechenzentren ohne Datenverlust verkraften.

Das Versprechen einer hohen Konsistenz ist allerdings mit einem Nachteil verbunden: F1 braucht beim Schreiben von Daten etwas länger als MySQL. Die Latenz beim Schreiben gibt Google mit 50 bis 100 Millisekunden an, beim Lesen sollen es 5 bis 10 Millisekunden sein. Der Datendurchsatz hingegen soll deutlich höher sein als bei MySQL.

Google nutzt F1 mittlerweile für sein Werbenetzwerk, wo F1 mittlerweile MySQL ersetzt hat. Der Übergang gelang Google ohne jegliche Downtime. In einem Vortrag(öffnet im neuen Fenster) auf der Konferenz Sigmod erläuterten Googles Entwickler das System.


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