Google: EU will KI-Anbietern Zugriff auf Android ermöglichen
Die EU-Kommission hat Google neue Vorschläge unterbreitet, wie das Unternehmen eine bessere Interoperabilität bei Android erreichen soll. Eine entsprechende Ermittlung wurde am 27. Januar 2026 aufgenommen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen(öffnet im neuen Fenster) betreffen die Nutzung von KI innerhalb des Betriebssystems.
Demnach soll Google es ermöglichen, dass Nutzer auch andere KI-Assistenten als Gemini im Android-System verwenden können. Google hat seine eigene KI mittlerweile tief in Android integriert; Nutzer können etwa E-Mails darüber verschicken, Essen bestellen oder Systemfunktionen aktivieren.
Dass dies nicht auch mit KI-Assistenten anderer Hersteller möglich ist, sieht die Kommission als Wettbewerbsnachteil für die Konkurrenz. Entsprechend sehen die Vorschläge vor, dass Google sich gegenüber anderen Modellen öffnet.
KI-Modelle sollen Apps steuern können
Google soll es Nutzern ermöglichen, über ein spezielles Aktivierungswort auch andere KI-Assistenten verwenden zu können – und zwar in gleicher Weise, wie es mit Gemini möglich ist. Demnach sollten Nutzer auch mit anderen Modellen E-Mails verschicken oder Apps bedienen können.
Die EU-Kommission lädt betroffene Parteien zu einer öffentlichen Beratung zu ihren Vorschlägen ein. Bis einschließlich 13. Mai 2026 können Google und andere Unternehmen ihre Meinungen dazu über ein Formular abgeben.
Der Kommission geht es besonders darum, Ansichten zur technischen Machbarkeit des Vorschlags zu erhalten. Auf der Webseite zur Konsultation(öffnet im neuen Fenster) erläutert die Behörde auch detailliert, welche Funktionen sie sich wünscht, um eine bessere KI-Interoperabilität zu ermöglichen.
Die am Ende festgelegten finalen Maßnahmen muss Google dann bis zum 27. Juli 2026 umsetzen. Der gesamte Prozess ist Teil der Umsetzung des Digital Market Acts (DMA): Google wurde 2023 zu einem Gatekeeper ernannt, der über eine besondere Marktmacht verfügt und entsprechend strengen Wettbewerbsregeln unterliegt.
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