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Google: Erste Meldungen zu defekten Displays beim Pixel Fold

Kurz nach dem Start melden erste Nutzer defekte Bildschirme bei ihren faltbaren Pixel Folds - auch ein Journalist ist betroffen.
/ Tobias Költzsch
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Im Bereich zwischen Rahmen und Display können sich Fremdkörper sammeln. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Im Bereich zwischen Rahmen und Display können sich Fremdkörper sammeln. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Zwei Tage nach dem offiziellen Start des Pixel Fold tauchen in verschiedenen Internetforen die ersten Berichte über defekte Displays auf. Betroffen ist stets der innere faltbare OLED-Bildschirm, der - konstruktionsbedingt bei allen faltbaren Smartphones dieser Bauart - empfindlich ist.

So berichtet ein Nutzer auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) , dass nach nur ein paar Stunden Nutzung ein rosafarbener Streifen auf dem inneren Bildschirm seines Pixel Fold aufgetaucht ist. Wie The Verge(öffnet im neuen Fenster) korrekterweise feststellt, dürfte dieser Fehler unter die Garantie des Smartphones fallen. Google bietet für das Pixel Fold Vor-Ort-Reparaturen an, ebenso die Möglichkeit, das Gerät einzuschicken.

Ein anderer Pixel-Fold-Nutzer berichtet davon(öffnet im neuen Fenster) , dass sich die Schutzfolie vom inneren Bildschirm löst. Wie auf einem Foto bei Reddit zu sehen ist, hat sich im Falzbereich die Folie abgelöst, was zu einem milchigen Streifen führt. Dieser macht das Smartphone nicht mehr sinnvoll nutzbar und dürfte ebenfalls ein Garantieproblem sein.

Ist der flache Rahmen im Inneren ein Problem?

Der Journalist Ron Amadeo von Ars Technica zählt zu den prominenteren Geschädigten: Das Display seines Testgerätes ist im kompletten unteren Drittel defekt(öffnet im neuen Fenster) . Amadeo vermutet, dass ein kleiner Fremdkörper in den Bereich zwischen dem Kunststoffrahmen des Displays und dem Bereich des Bildschirms gekommen ist, der mit einer Folie geschützt wird.

Dieser soll den Bildschirm dann punktiert haben, als Amadeo das Smartphone zugeklappt hat. Amadeo geht davon aus, dass sich in der kleinen Rinne zwischen Schutzfolie und Rahmen leicht Fremdkörper sammeln können. Diese müssten aber schon recht groß sein, um beim Zuklappen den Bildschirm zu beschädigen: Das Pixel Fold schließt zwar bündig, durch den Rahmen berühren sich die beiden Displayhälften aber nicht - zwischen ihnen liegt ein Bereich von ca. 1 mm.

Eine derartige Rinne gibt es auch bei anderen faltbaren Smartphones. Beim Galaxy Fold 4 von Samsung ist der Rahmen um das Display allerdings dicker, zudem schließt das Smartphone nicht bündig. Das dürfte ein Problem, wie es Amadeo beschreibt, stark minimieren.

Beim Testgerät in der Golem-Redaktion haben wir bislang keine Probleme bemerken können. Auf Nachfrage zu den gemeldeten Displayproblemen gab Google The Verge nur eine allgemeine Antwort. "Wir empfehlen, dass sich jeder mit einem Problem an den Support wendet, um der Sache nachzugehen" , sagt Google-Sprecher Alex Moriconi.


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