• IT-Karriere:
  • Services:

Google Duplex: Maschinelle Reservierung braucht oft menschliche Hilfe

Google Duplex braucht oft menschliche Hilfe. Google selbst räumt ein, dass knapp die Hälfte der telefonischen Restaurant-Reservierungen nicht komplett von einer Maschine durchgeführt werden. In Tests kam die New York Times auf eine viel höhere Rate.

Artikel veröffentlicht am ,
Nicht immer kommt ein Google-Duplex-Anruf von einer Maschine.
Nicht immer kommt ein Google-Duplex-Anruf von einer Maschine. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Mit Google Duplex kann der Google Assistant telefonisch selbstständig eine Restaurant-Reservierung durchführen - so lautet das Versprechen von Google. Mittels künstlicher Intelligenz soll das gelingen. Nun enthüllt die New York Times, dass Google Duplex weiterhin viel Hilfe von Menschen erhält, die Rate liege bei rund 40 Prozent. Die Zahlen stammen von Google selbst und lassen sich derzeit nicht überprüfen. Die Stichproben der New York Times deuten auf eine deutlich höhere Rate menschlicher Beteiligung hin.

Stellenmarkt
  1. LOTTO Hessen GmbH, Wiesbaden
  2. Hornbach-Baumarkt-AG, Bornheim bei Landau / Pfalz

Nach Angaben von Google werden 25 Prozent aller Google-Duplex-Anrufe komplett von einem menschlichen Anrufer begonnen. Bei weiteren 15 Prozent der Anrufe schaltet sich ein menschlicher Mitarbeiter dazu. Die gleichen Zahlen hat Google auch Cnet genannt. Demnach werden rund 40 Prozent der Google-Duplex-Anrufe nicht von einer Maschine geführt. Google Duplex steht weiterhin nur in den USA zur Verfügung. Es gibt keine Angaben dazu, wann die Funktion nach Deutschland kommen wird.

Der Rückgriff auf menschliche Hilfe wird von Google damit begründet, dass manchmal nicht klar sei, ob ein Restaurant überhaupt Reservierungen annehme. Zudem schalte sich menschliche Unterstützung ein, wenn Google hinter einer Reservierung einen Spam-Anruf vermute. Aber auch andere, nicht näher bestimmte Anzeichen würden ausgewertet.

Zeitung ermittelt geringere Quote maschineller Anrufe

Die New York Times hat in Stichproben einige Restaurant-Reservierungen über Google Duplex durchgeführt und die entsprechenden Anrufe protokolliert. Insgesamt wurden vier Duplex-Reservierungen vorgenommen, drei davon wurden von Google-Mitarbeitern durchgeführt. In dieser Stichprobe liegt die Quote der eigenständig durch eine Maschine durchgeführten Anrufe also lediglich bei 25 Prozent.

Besonders schnell scheint Google Duplex nicht zu lernen - so das Fazit der New York Times. Eine von einem Menschen durchgeführte Reservierung wurde einen Tag später nochmals mit Google Duplex durchgeführt. Erneut wurde der Anruf von einem Menschen gemacht, obwohl bei der Reservierung einen Tag zuvor klar geworden war, dass das betreffende Restaurant Reservierungen annimmt.

Als der eine Anruf von Google Duplex durchgeführt wurde, klang dieser sehr nach einer echten Person und er konnte auch auf Fragen antworten, wie die New York Times berichtet.

Google Duplex wird noch lange von Menschen unterstützt

Der für den Google Assistant verantwortliche Manager, Nick Fox, sagte der Zeitung, dass Google nicht aggressiv versuche, die menschliche Beteiligung aus Duplex zu eliminieren, weil die damit gemachten Erfahrungen schlechter werden könnten. Stattdessen versuche Google, das automatisierte System im Laufe der Zeit zu verbessern und langsam die Notwendigkeit eines menschlichen Eingreifens zu verringern. Demnach wird es also noch lange dauern, bis alle Google-Duplex-Anrufe von einer Maschine durchgeführt werden.

Google Duplex wurde erstmals im Mai 2018 vorgestellt und ist in den USA seit Ende vergangenen Jahres für Nutzer des Google Assistant verwendbar - allerdings ausschließlich für Tischreservierungen in Restaurants. Bereits kurz nach der Vorführung auf der Google I/O gab es Kritik daran, dass für den Angerufenen nicht ersichtlich werde, dass er mit einer Maschine spricht. Daraufhin beschloss Google, Google Duplex Anrufe durch eine Ansage vorher als diese kenntlich zu machen.

Google bemüht sich, die Duplex-Anrufe möglichst menschlich klingen zu lassen. So ahmt der Assistent typische menschliche Gewohnheiten nach. Das wirkt aber sonderbar, wenn der Anrufer ohnehin darauf hingewiesen wird, dass er mit einer Maschine spricht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. (u. a. Apple iPhone 11 Pro Max 256GB 6,5 Zoll Super Retina XDR OLED für 929,96€)
  2. 749€
  3. (u. a. Find X2 Neo 256GB 6,5 Zoll für 439,99€, Watch 41 mm Smartwatch für 179,99€)

elgooG 24. Mai 2019

Also ich hätte bei jedem Anruf - ob wichtig oder nicht - Bauchweh wenn ich mich darauf...

ko3nig 23. Mai 2019

Da es noch nicht gesagt wurde, muss ich es halt tun: Die Stichprobe war zu klein, New...

katze_sonne 23. Mai 2019

Es wird einfach nur wirr wiedergegeben, was die NY-Times geschrieben hat. Das wirkt alles...

schaedeldx 23. Mai 2019

Wenn ich recherchiere treffe ich auf folgenden Artikel: https://www.nytimes.com/2019/05...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Flight Simulator - Test

Hardwarehungriger Höhenflug: Der neue FluSi sieht fantastisch aus und spielt sich auch so.

Microsoft Flight Simulator - Test Video aufrufen
Made in USA: Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren
Made in USA
Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren

Zu unbequemen Fragen schweigen die Transatlantiker Manuel Höferlin, Falko Mohrs, Metin Hakverdi, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Das wirkt unredlich.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Sandworm Hacker nutzen alte Exim-Sicherheitslücke aus

No One Lives Forever: Ein Retrogamer stirbt nie
No One Lives Forever
Ein Retrogamer stirbt nie

Kompatibilitätsprobleme und schlimme Sprachausgabe - egal. Golem.de hat den 20 Jahre alten Shooter-Klassiker No One Lives Forever trotzdem neu gespielt.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Heimcomputer Retro Games plant Amiga-500-Nachbau
  2. Klassische Spielkonzepte Retro, brandneu
  3. Gaming-Handheld Analogue Pocket erscheint erst 2021

Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test: Jabra schlägt Apple, Bose hat andere Vorzüge
Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test
Jabra schlägt Apple, Bose hat andere Vorzüge

Wir haben endlich Bluetooth-Hörstöpsel mit Active Noise Cancellation (ANC) gefunden, die mehr bieten als Apples Airpods Pro.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Freebuds Studio im Test Huawei beißt sich an Sony und Bose die Zähne aus
  2. Musik Yamahas erster Kopfhörer mit ANC-Technik
  3. Elite 85t Jabra bringt kompakte ANC-Hörstöpsel für 230 Euro

    •  /