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Google Distributed Cloud Edge: Telefónicas 5G-Kernnetz setzt auf die Google Cloud

Für den Betrieb nutzt O2 Telefónica die Infrastruktur von Google Cloud. Im Rechenzentrum ist Google Distributed Cloud Edge installiert. Wird das BSI eingreifen?
/ Achim Sawall
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Next 22: Google Distributed Cloud wurde im Herbst 2021 auf der Next 21 vorgestellt (Bild: Google Cloud)
Next 22: Google Distributed Cloud wurde im Herbst 2021 auf der Next 21 vorgestellt Bild: Google Cloud

O2 Telefónica will sein 5G-Kernnetz in die Cloud verlagern. Das gab der schwedische Ausrüster Ericsson am 6. Dezember 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Für den Betrieb nutzt O2 Telefónica die Infrastruktur von Google Cloud und hat in seinem Rechenzentrum Google Distributed Cloud Edge installiert, über die das 5G-Kernnetz betrieben wird. Ericsson liefert sein Produkt Dual-Mode 5G Core.

Das 5G-Kernnetz verbindet das RAN mit den Unternehmens- und Internetservern. Dort laufen die Steuerprogramme für die Kommunikation. Es verarbeitet den Daten- und Sprachverkehr von derzeit rund 47 Millionen Mobilfunkkunden. Mit 5G werden Kernnetze virtuell, also softwarebasiert umgesetzt. Das gegenwärtig genutzte 5G (Non-Standalone) verwendet noch den LTE-Kern. 5G NSA benötigt LTE für das Einbuchen in das Netz und für Session Control. Für die User Plane (Up and Down) wird 5G New Radio eingesetzt.

Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer (CTIO) von O2 Telefónica, sagte, die Cloud ermögliche es, die benötigte Rechenleistung flexibel zu managen und "neue 5G-Anwendungen für unsere Privat- wie Geschäftskunden bereitzustellen". Für den Betrieb "nutzt O2 Telefónica die Infrastruktur von Google Cloud", hieß es in der Erklärung.

Was sagt das BSI dazu?

Google Distributed Cloud wurde im Herbst 2021 auf der Google-Hausmesse Next '21 vorgestellt und soll die Google-Cloudinfrastruktur und -services in lokale Rechenzentren und in den Edge-Bereich erweitern. Es basiert auf Anthos als Hybrid Cloud oder Workload-Verwaltung auf Basis des Containerorchestrierungstools Kubernetes. Der Dienst ist mit der Google-Infrastruktur kompatibel, soll aber auch auf den Konkurrenzprodukten AWS und Microsoft Azure laufen. Alternativ lässt sich das System als On-Premises-Lösung einbinden.

Telefónica Deutschland nutzt für sein 5G-Kernnetz bereits die Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS), doch das betrifft laut dem Netzbetreiber nur Campus-Netzwerke.

Der 5G-Kern ist eindeutig sicherheitsrelevant: Die USA und ihre Geheimdienste haben nach dem Patriot Act und dem Cloud Act weitreichende Zugriffe auf die Daten von US-Cloudprovidern auch im Ausland. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ist nach dem neuen Zertifizierungsprogramm für 5G-Komponenten dafür zuständig, solche Bereiche zu überprüfen. Google erklärte, dass seine Cloud die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union einhalte.


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