Google Daydream: Qualcomm entwickelt Standalone-Headset

Qualcomm hat auf der Keynote der Google I/O 2017 im kalifornischen Mountain View bekanntgegeben, ein Standalone-Headset für Googles Daydream-VR-Plattform zu entwerfen. Das Head-mounted-Display (HMD) benötigt kein eingeschobenes Smartphone, sondern arbeitet autark. Es nutzt als System-on-a-Chip den aktuellen Snapdragon 835, hinzu kommen mehrere nicht näher spezifizierte Tracking-Kameras und Sensoren mit Tango-Technik.
.jpg)
Damit soll Inside-Out-Tracking funktionieren, das VR-Headset funktioniert also ohne externe Kameras. Dieses zusammen mit Google entwickelte Verfahren heißt World Sense. Bisherige Lösungen wie das Daydream View samt Smartphone beherrschen kein Positional-Tracking, sondern erfassen nur Kopf-Rotationen. Einzig VR-Headsets wie HTCs Vive, Oculus VRs Rift oder Razers HDK2 können durch zusätzliche Hardware die Position des Nutzers im Raum errechnen. Das seit Frühling verfügbare VRDK(öffnet im neuen Fenster) (Virtual Reality Development Kit) von Qualcomm nutzt hingegen Inside-Out-Tracking.
Positionserfassung ohne externe Hardware ist bisher schwierig
Bisherige Lösungen funktionieren mal mehr und mal weniger gut. Intels drahtloses Projekt Alloy etwa, ein Merged-Reality-Headset, litt beim Ausprobieren im Januar 2017 unter einem Drift – das beschreibt, dass sich reale Objekte in der virtuellen Welt nicht dort befinden, wo sie in der echten sind. Besser klappt das Inside-Out-Tracking bei Microsofts Hololens, die ist allerdings eine AR-Brille und zielt auf ein anderes Marktsegment ab.
Erste Standalone-HMDs von Partnern basierend auf dem neuen Referenz-Headset von Qualcomm erwartet der Hersteller im Verlauf des Jahres.
Nachtrag vom 18. Mai 2017, 8:39 Uhr
HTC und Lenovo sind die ersten Partner(öffnet im neuen Fenster) , die Head-mounted Displays basierend auf dem Referenzdesign herstellen. Google hat einen Trailer zu World Sense veröffentlicht.



