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Prabhakar Raghavan auf der Google Cloud Next London
Prabhakar Raghavan auf der Google Cloud Next London (Bild: Google)

Google: "Das Internet ist für viele Menschen nebulös"

Prabhakar Raghavan auf der Google Cloud Next London
Prabhakar Raghavan auf der Google Cloud Next London (Bild: Google)

Die Entwicklung von Googles Software wird getrieben von Informatik-Nerds im Silicon Valley. Der für die G Suite verantwortliche Prabhakar Raghavan erklärt im Gespräch mit Golem.de, welche Probleme das mit sich bringt und wie Google diese lösen will.
Von Sebastian Grüner

Statt 200 Arbeitstage im Jahr bleiben Prabhakar Raghavan nur etwa 20 Tage, um selbst zu programmieren - wenn überhaupt. Er sei glücklich, wenn er ab und zu noch einen Blick auf die Algorithmen in den Anwendungen wie GMail, Docs oder Drive werfen könne, sagt der Vice President Apps, Google Cloud und Verantwortliche für Googles Groupware- und Office-Angebot G Suite im Gespräch mit Golem.de auf der Konferenz Google Cloud Next London.

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Für Angestellte von Google sind derartige Aussagen prototypisch, denn sie zeigen, dass das Unternehmen bei der Entwicklung seiner Software und Dienstleistungen sehr stark durch die Programmierer beeinflusst ist, die diese erstellen. Und das führt, wie Raghavan offen zugibt, manchmal auch zu Missverständnissen, Problemen und Schwierigkeiten im Kontakt mit Externen, die gelöst werden müssen. Google habe es als "Teil einer globalen Elite aus dem Silicon Valley" verpasst, Entscheider in Unternehmen, Politiker und "normale Menschen" besser über seine Inhalte und Gedanken zu informieren.

Nachholbedarf beim Erklären des Neulands

Ein Beispiel dafür ist die wiederkehrende Forderung von Politikern wie Unternehmern, Daten nur in einem bestimmten Land zu speichern. Aus technischer Sicht ergibt das wenig Sinn. "Daten sind nicht dadurch besser geschützt, dass sie in bestimmten geografischen Grenzen gehalten werden", sagt Raghavan. In einem global verteilten Netz könne der Zugriff auf die Daten weltweit außerdem deutlich beschleunigt werden.

Wie groß die Diskrepanz zwischen der IT-Elite und dem Rest der Gesellschaft ist, hat in Deutschland nicht zuletzt die Debatte um den Neuland-Ausspruch von Bundeskanzlerin Angela Merkel gezeigt. Das Problem hierbei besteht laut Raghavan vor allem darin, dass der "Begriff des Internets für viele Menschen ein wenig nebulös" ist.

Aufklärung im IT-Zeitalter

Das hänge zwar auch viel von der gesellschaftlichen Akzeptanz derartiger Techniken ab, sei aber bei weitem nicht auf Deutschland beschränkt, sagt Raghavan. Um etwa gegen die beschriebene Forderung der Datenspeicherung in einem bestimmten Land argumentieren zu können, müssten die Menschen verstehen, dass das Internet ein Zusammenschluss vieler einzelner Netzwerke ist und im Falle eines Angriffs, der auf das Übernehmen von Daten abzielt, physische Landesgrenzen einfach keinerlei Schutz bieten. Dagegen seien "in einer gut abgesicherten Cloud die Daten sicher".

Diese Art der Informationsverbreitung oder "Aufklärung", wie Raghavan es nennt, lässt sich zwar leicht als Marketing oder Lobbyismus einordnen. Doch auch damit hat Google seine typischen Nerdprobleme und dazu kommen dann noch die rationalen Ängste potenzieller Kunden, die Google irgendwie auffangen muss.

Google hat Probleme, Menschen anzusprechen 

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Haf 29. Mai 2017

Das mit der geografischen Datenhaltung ist mir auch sauer aufgestoßen. Da fragt man...

schnedan 14. Mai 2017

nö, die Relativitätstheorie gilt für die Zeit im allgemeinen. beeinflusst Uhren aller...

FreiGeistler 13. Mai 2017

Tschuldige, ich meinte "der Cloud-Nutzung als Onlinespeicher" Oder verwechselst du Cloud...

amagol 12. Mai 2017

Daten die deine eigenen Server nicht (unverschluesselt oder entschluesselbar) verlassen...

amagol 12. Mai 2017

Irgendwer 'liest' immer deine Mail, es sei denn du baust dir eine komplett eigene...



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