Google Cloud Platform: Tesla-Grafik für maschinelles Lernen verfügbar

Komplexe Berechnungen mit Grafikeinheiten ausführen: Das soll jetzt auch auf der Google Cloud Platform möglich sein. Dafür sorgen vorerst Nvidias Tesla-K80-Chips, AMD-Grafikkarten sollen folgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Mehrere Tesla-K80-Karten zusammengeschaltet
Mehrere Tesla-K80-Karten zusammengeschaltet (Bild: Nvidia)

Googles Cloud Platform unterstützt jetzt auch Nvidia-Grafikkarten der Tesla-K80-Reihe. Google hat die öffentliche Beta zum Testen der auf Serveranwendungen ausgelegten GPUs eingeleitet. Der größte Konkurrent im Cloud-Segment, Amazon Web Services, bietet seine Cloud-Lösungen bereits seit einiger Zeit mit Tesla-K80-Grafikchips an.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) C# Healthcare
    MEIERHOFER AG, München, Berlin, Leipzig, Passau (Home-Office)
  2. Solution Expert (m/w/d) IT & Digitalization
    Wienerberger Deutschland Service GmbH, Hannover
Detailsuche

Nvidia hat die Tesla K80 Dual-GPU-Grafikkarte bereits 2014 vorgestellt. Der Nachfolger Tesla P100 wurde 2016 präsentiert.

Die K80-Grafikkerne sind laut Google direkt an gemietete virtuelle Maschinen angebunden. Dazu nutzt das Unternehmen PCI-Express-Switches, die mit dem Rest der Serverhardware verbunden sind.

Kunden sollen ihren VMs bis zu acht Kerne zuweisen können, was vier einzelnen Tesla-Karten entspricht. Jede Tesla-GPU soll bis zu 8,74 Single Precision Teraflops an Rechenleistung erbringen, allerdings unter Idealbedingungen mit maximalem Boost-Takt. Realistisch sind eher Werte im Bereich von 5,6 Teraflops bei einfacher Präzision.

Rechenleistung nur für leistungsintensive Aufgaben

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS)
    1.-3. November 2021, Online
  2. Terraform mit AWS
    14./15. September 2021, online
  3. OpenShift Installation & Administration
    9.-11. August 2021, online
Weitere IT-Trainings

GPU-Leistung kann auf der Google Cloud Platform zum Beispiel für maschinelles Lernen, Datenanalysen oder Video- und Bild-Transkodierung verwendet werden. Denkbar sind laut Google auch Einsätze in Computersimulationen, wie sie etwa in der experimentellen Chemie benötigt werden.

All diese Anwendungsbeispiele profitieren von einer schnellen Berechnung roher Zahlenwerte, die Grafikkarten wie die Tesla K80 oder auch AMDs Konkurrenzprodukt Fire Pro S9300 effizient leisten können. AMDs Grafikkarten sollen später für Googles Cloud Platform verfügbar sein - etwa, um Grafikkapazitäten für Cloud-basierte Remote-Desktops zur Verfügung zu stellen.

Wie alle Funktionen im Produktportfolio der Google Cloud Platform werden auch Tesla-Grafikkarten auf stündlicher Basis bezahlt. Für den westeuropäischen Raum, zu dem auch Deutschland zählt, ist ein Preis von 77 US-Cent pro Stunde und K80-Kern angegeben worden. Bei Amazon wird für das gleiche GPU-Modell ein Preis von 90 US-Cent pro Stunde veranschlagt.

Um Zugriff auf die GPU-Unterstützung zu erhalten, müssen Kunden bei Google direkt eine Anfrage stellen. Kunden, die bereits eine Kaufhistorie auf der Cloud Platform vorweisen können, bekommen diese Funktion dann automatisch, neue Kunden mit Verzögerung zugewiesen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Form Energy
Eisen-Luft-Akku soll Energiespeicherprobleme lösen

Mit Geld von Bill Gates und Jeff Bezos sollen große, billige Akkus Strom für mehrere Tage speichern. Kann die Technik liefern, was sie verspricht?
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Form Energy: Eisen-Luft-Akku soll Energiespeicherprobleme lösen
Artikel
  1. Elektroautos: Amazon und Ford verhelfen Rivian zu weiteren Milliarden
    Elektroautos
    Amazon und Ford verhelfen Rivian zu weiteren Milliarden

    Der US-Elektroautohersteller Rivian hat weitere 2,5 Milliarden Dollar eingesammelt. Damit könnte ein zweiter Produktionsstandort gebaut werden.

  2. Brickit ausprobiert: Lego scannen einfach gemacht?
    Brickit ausprobiert
    Lego scannen einfach gemacht?

    Mit Kamera und Bilderkennung kann Brickit Lego digital einscannen. Das ist es aber nicht, was die App so praktisch macht.
    Ein Hands-on von Oliver Nickel

  3. Technologie: Ein Laser-Blitzableiter in den Alpen
    Technologie
    Ein Laser-Blitzableiter in den Alpen

    Flughäfen und andere große Anlagen können kaum vor Blitzeinschlägen geschützt werden. Ein Experiment mit einem Laser soll das ändern.


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Bosch Professional Amazon-Exklusives günstiger • Samsung G7 27" QLED Curved WQHD 240Hz 459€ • Kingston Fury 32GB Kit 3200MHz 149,90€ • 3 für 2 & Sony-TV-Aktion bei MM • New World vorbestellbar ab 39,99€ • Alternate (u. a. Deepcool RGB LED-Streifen 10,99€) • Apple Days [Werbung]
    •  /