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Google Cloud Platform: Pay-per-Second-Umstellung spart "einen Morgenkaffee"

Google stellt viele Dienste auf ein Bezahlmodell pro Sekunde um - sofort. Dazu zählen auch VMs mit Linux - und Windows -Server. Googles Meinung nach ist das aber eine kaum relevante Änderung.
/ Oliver Nickel
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Die Umstellung auf Pay-per-Second soll etwa einen US-Dollar sparen. (Bild: Pexels.com/Montage: Golem.de)
Die Umstellung auf Pay-per-Second soll etwa einen US-Dollar sparen. Bild: Pexels.com/Montage: Golem.de

Nach den Änderungen des Bezahlmodus' bei Amazon Web Services wird jetzt auch die Google Cloud Platform umgestellt. Google ändert weitere Dienste auf eine Abrechnung pro Sekunde. Das gibt das Unternehmen in einem Blog-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Erst vor einer Woche wurden ähnliche Änderungen bei den AWS-Cloudplattformen EC2 und EBS vorgenommen.

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Trotz der späteren Ankündigung werde die Änderung seitens Google ab sofort umgesetzt, heißt es in der Meldung. AWS gibt als Datum den 2. Oktober an . Die Abrechnung gilt für die Google-Produkte Compute Engine, die Container Engine, Cloud Dataproc und die App Engine.

Alle virtuellen Maschinen, die Google selbst anbietet, werden ebenfalls unterstützt. Dazu zählen VMs mit vorinstallierten Betriebssystemen wie Red Hat Enterprise Linux, Suse Enterprise Server und auch Windows Server. Die Mindestabrechnungszeit beträgt wie bei der Konkurrenz ebenfalls eine Minute.

Laut Google kaum Unterschied zwischen Abrechnung pro Minute und pro Sekunde

Viele Google-Dienste wurden bereits per Minute abgerechnet und werden jetzt auf die Sekunde genau bezahlt. Google gibt an, dass sich das für die meisten Kunden nur sehr mininal auswirken werde. Das Unternehmen gibt ein Beispiel: Eine VM mit 2.600 zugewiesenden virtuellen Prozessoren, die rund um die Uhr läuft, spare den Nutzer knapp einen US-Dollar oder, wie Google sagt, "einen Morgenkaffee" . Allerdings summiert sich das bei vielen kleinen Microservices und Diensten, die nur wenige Sekunden laufen, sicherlich zu einem größeren Betrag.

Das sekündliche Bezahlmodell ist bei Google nicht neu. Bereits 2013 wurde das Angebot Persistent Disks darauf umgestellt. Andere Produkte wurden bisher per Minute abgerechnet. Deshalb kam der Vergleich seitens Google nicht von ungefähr: Nutzer hätten bisher einfach nicht danach verlangt, heißt es.


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