Google Cloud: Alphabet darf kein Rechenzentrum bei Berlin bauen

Das Wasser ist knapp im Osten Brandenburgs. Google wäre neben Tesla ein Großverbraucher zu viel.

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Gogole-Rechenzentrum in Eemshaven (NL): Wasserbedarf von 1,3 Millionen Kubikmeter pro Jahr
Gogole-Rechenzentrum in Eemshaven (NL): Wasserbedarf von 1,3 Millionen Kubikmeter pro Jahr (Bild: Vincent Jannink/ANP/AFP via Getty Images)

Zu wenig Wasser in Brandenburg: Im Osten des Bundeslandes ist es zu trocken. Der örtliche Versorger will den Wasserverbrauch in der Region rationieren. Davon ist auch der US-Internetkonzern Alphabet betroffen.

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Die Google-Mutter habe in Neuenhagen ein Rechenzentrum bauen wollen, berichtete der öffentlich-rechtliche Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Das Unternehmen habe bereits mit einem Immobilienbetreiber verhandelt. Das Neuenhagener Gewerbegebiet wäre gut geeignet, weil dort eine Starkstromleitung verläuft.

Allerdings braucht ein Rechenzentrum viel Wasser zur Kühlung. Das jedoch ist im Osten Brandenburgs knapp: Grund dafür ist laut dem zuständigen Wasserverband Strausberg Erkner (WSE) eine wachsende Anzahl an Bewohnern sowie an neuen Industrie- und Gewerbeanlagen. Brandenburg gehört zu den trockensten Regionen Deutschlands, wo es zuletzt immer weniger geregnet hat.

Der Wasserversorger war gegen Google

Der WSE lehnte die Pläne Googles ab. Es sei wegen der Wasserknappheit nicht mehr möglich, ein Rechenzentrum anzusiedeln, sagte Christiane Fälker von der Neuenhagener Bauverwaltung laut RBB bei einer Verbandsversammlung des WSE. Der Wasserbedarf für das Rechenzentrum hätte 1,3 Millionen Kubikmeter pro Jahr betragen.

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Wegen der Wasserknappheit beschloss der WSE bereits eine Rationierung: Bis zum Jahr 2025 will der Versorger für jedes Grundstück eine Maximalmenge Wasser pro Jahr festlegen. Diese Menge soll von der Zahl der Bewohner abhängen. Auch für gewerbliche Nutzer wird es Kontingente geben.

Daher kann der Versorger nicht noch einen weiteren Großverbraucher mit Wasser beliefern. Im nahen Grünheide baut Tesla bereits eine große Fabrik für Elektroautos und Akkus, die ebenfalls große Mengen Wasser benötigt. Der Wasserverbrauch ist einer der Hauptkritikpunkte an der Fabrik.

Schon vor Tesla war Wasser knapp

Der WSE liefert laut RBB rund 11 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr aus. Der Verbrauch steigt weiter, etwa durch private Pools, deren Wasser zudem häufig gewechselt wird. Der Bedarf von Tesla wird bis zu 1,4 Millionen Kubikmeter pro Jahr betragen. Das verschärft die Situation. Allerdings habe der WSE schon 2018 sein Förderkontingent überschreiten müssen, sagte WSE-Vizechef Gerd Windisch laut RBB.

Google hat viele Kunden in Berlin und Brandenburg und will deshalb dort eine neue Google-Cloud-Region einrichten. "Damit sind wir viel näher am Kunden dran, was Latenz, Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit anbelangt. Wir verzeichnen eine hohe Nachfrage in der Region", sagte Philipp Justus, Bereichsleiter für Zentraleuropa bei Google. In dem Rechenzentrum wären etwa 100 Arbeitsplätze entstanden.

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plutoniumsulfat 06. Dez 2021 / Themenstart

Als ob Arbeitsplätze überhaupt ein interessantes Argument sind.

Dwalinn 06. Dez 2021 / Themenstart

Ja dadurch konnten sie ihren Wasserverbrauch auch im Vergleich zum ersten Entwurf mehr...

HHBadger 06. Dez 2021 / Themenstart

Es ist wahrscheinlich einfach nur unheimlich billig. Ich kann mir auch nicht vorstellen...

Huso 05. Dez 2021 / Themenstart

Einfach einen großen Kühlwasserteich anlegen, vielleicht?

gadthrawn 04. Dez 2021 / Themenstart

In altmodischen Kühlkraftwerken, die deutsche Autobauer nicht verwenden, aber natürlich...

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