Google Clips: Mobile Kamera nutzt KI für Schnappschüsse daheim

Die perfekten Schnappschüsse der eigenen Familie verspricht Google mit Clips. Die mobile Kamera soll das Geschehen zu Hause überwachen und automatisch Fotos aufnehmen, sobald gute Schnappschüsse zu erwarten sind. Dabei setzt Google auf künstliche Intelligenz.

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Google Clips nutzt künstliche Intelligenz.
Google Clips nutzt künstliche Intelligenz. (Bild: Google)

Google sieht Clips als das ideale Produkt für Eltern und Tierbesitzer. Sie können ihre Kinder oder Tiere damit einer Quasiüberwachung unterziehen, um möglichst viele tolle Schnappschüsse zu bekommen. Die Kamera soll das Manko ausgleichen, dass normalerweise immer erst ein Mensch auf einen Auslöser drücken muss. Die Clips-Kamera erledigt das automatisch. Damit nicht unendlich viele Fotos gemacht werden, soll künstliche Intelligenz helfen. So sollen nur dann Fotos gemacht werden, wenn ein guter Schnappschuss zu erwarten ist.

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Sobald die Kamera aufnimmt, wird das mit einem LED-Licht am Gerät angezeigt. Für Google ist damit gewährleistet, dass Personen mitbekommen, dass sie gerade kontinuierlich fotografiert werden. Alle Funktionen der künstlichen Intelligenz sollen direkt auf dem Gerät ablaufen, eine Internetverbindung ist nicht erforderlich, verspricht Google. Somit würden keine Daten der Kamera ins Internet übertragen. Für die Aufgaben der künstlichen Intelligenz nutzt Google Intels Spezialchip Movidius Myriad X, der sich durch eine hohe Rechenleistung auszeichnet.

Anwender muss sich durch digitale Fotoberge wühlen

Standardmäßig nimmt die Kamera nicht einzelne Fotos auf, sondern mehrsekündige Clips. Die künstliche Intelligenz ist offenbar noch nicht so weit, tatsächlich eine Schnappschussgelegenheit zu erkennen, so dass sich Google für den Weg der Clips entschieden hat. Diese Clips werden ohne Ton aufgenommen, die Kamera hat nämlich kein Mikrofon.

  • Google Clips (Bild: Google)
  • Google Clips (Bild: Google)
Google Clips (Bild: Google)

Der Anwender muss nachträglich die Clips durchsehen, um manuell nach einem guten Schnappschuss zu suchen, was bei entsprechend vielen Videoclips mehrere Stunden dauern kann. An dieser Stelle erscheint das System noch unfertig, weil der Anwender noch zu viel händisch nacharbeiten muss. Die Kamera hat 16 GByte Speicher, so dass sich darauf entsprechend viele Clips ablegen lassen.

Akkulaufzeit beträgt nur drei Stunden

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In Clips steckt eine 12-Megapixel-Kamera mit einer 130-Grad-Weitwinkellinse, um einen möglichst großen Sichtbereich abzudecken. Schließlich gibt es keine Person, die die Kamera passend zum Objekt ausrichtet. In Clips steckt ein Akku, mit dem die Kamera gerade mal drei Stunden am Stück verwendet werden kann. Dann muss der Akku wieder aufgeladen werden. Die Clips-Kamera hat auch einen Auslöseknopf, falls Anwender manuell ein Foto aufnehmen wollen.

Zur Markteinführung wird die Clips-Kamera nur mit wenigen ausgewählten Smartphones zusammenarbeiten. Wer keines der unterstützten Geräte hat, kann die Clips-Kamera nicht verwenden, weil der Zugriff auf die Fotos nur mit einem Smartphone möglich ist. Zum Start werden lediglich die Pixel-Smartphones, die beiden Samsung-Modelle Galasy S7 und Galaxy S8 sowie das iPhone 8 und iPhone 8 Plus von Apple unterstützt. Google will Unterstützung für weitere Geräte nachreichen, nannte dazu aber keine weiteren Details.

Kein Verkauf in Deutschland geplant

Google will die Clips-Kamera nur in den USA anbieten, wo sie für 250 US-Dollar verkauft wird. Google machte keine Angaben dazu, wann der Verkauf beginnt. Eine Markteinführung in Deutschland ist von Googles Seite nicht geplant, so erscheint es eher unwahrscheinlich, dass die Kamera auch hierzulande angeboten wird.

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