Google: Chromebooks bekommen "Linux-VMs" und "Terminal"

Aktuelle Beiträge zum Code von Chrome OS enthalten Hinweise auf die Unterstützung von Linux-VMs. Gedacht ist das wohl für die Web- und Android-Entwicklung. Inwiefern übliche Linux-Distros mit ihren Anwendungen damit auf Chromebooks laufen, ist aber noch unklar.

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Crostini sind wohl besser als Croutons.
Crostini sind wohl besser als Croutons. (Bild: Charles Haynes, flickr.com,/CC-BY-SA 2.0)

Nutzer von Chromebooks könnten eventuell bald wesentlich einfacher auf eine Entwicklungsumgebung für Arbeiten an Web- oder Android-Anwendungen zugreifen, als dies bisher mit dem sogenannten Developer-Modus von Chromes OS möglich ist. Das legen zumindest eine Reihe von Code-Beiträgen nahe, an denen das Team mindestens seit einem halbe Jahr öffentlich arbeitet und damit künftig wohl die Funktion sogenannter "Linux-VMs" in Chromebooks anbieten wird.

Inhalt:
  1. Google: Chromebooks bekommen "Linux-VMs" und "Terminal"
  2. VM-Werkzeuge für Kernel und Userspace

Konkret heißt es zu dem wohl wichtigsten Code-Beitrag recht lapidar: "Neue Geräterichtlinie um Linux-VMs unter Chrome OS zu erlauben". Ist die Richtlinie aktiviert, lassen sich die VMs vom Nutzer verwenden - wohlgemerkt im Standardmodus von Chrome OS. Um welche VMs es sich dabei genau handelt, ist zurzeit noch nicht klar.

Zum Betrieb anderer Linux-Distributionen auf Chromebooks musste bisher der Developer Modus genutzt werden, bei dem viele Sicherheitsvorkehrungen von Chrome OS deaktiviert werden. Genutzt wird das etwa von dem Projekt Crouton, mit dem etwa die Linux-Distribution Ubuntu in einer Chroot-Umgebung auch auf den Chromebooks genutzt werden kann.

Crostini-Terminal als bessere Entwicklungsumgebung

Ein weiterer Hinweis auf die neue Funtkion der möglichen Linux-VMs findet sich ebenfalls in einem Code-Beitrag, auf den das Blog Chrome Unboxed hinweist. Dort wird die Testumgebung Crostini vorerst in Entwickler-Builds von Chrome OS aktiviert und Crostini ermöglicht das "Ausführen von Linux-VMs unter Chrome OS". Wie Chrome Unboxed recht treffend schreibt, sind Crostini so etwas wie "ausgefallene" Croutons.

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Wie weitere aktuelle Beiträge mit Verweis auf Crostini darüber hinaus zeigen, arbeitet das Team zurzeit an einer grafischen Umsetzung der Funktion und einer einfachen Installation durch Nutzer. Dort findet sich unter der Überschrift: "Terminal für Chromebooks" die Erläuterung "Entwickele auf deinem Chromebook. Du kannst deine bevorzugten Linux-Anwendungen und Kommandozeilenprogramme nahtlos und sicher ausführen." Zur Installation sollen demnach rund 200 MByte freier Speicher benötigt werden.

Laut der Beschreibung zu diesem Beitrag ist der Text bisher allerdings lediglich ein Lückenfüller und die Installationsroutine müsse noch umgesetzt werden. Die Funktion ist bis jetzt also nicht verwendbar. Ein mögliche Umsetzung der Installation, die bisher noch als Work-in-Progress gekennzeichnet ist, verwendet dafür den Dienst Concierge aus den vm_tools von Chromium sowie letztlich einige weitere Basiswerkzeuge für die eigentlich gewünschte Funktion, um als Host-System für eine VM zu fungieren.

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VM-Werkzeuge für Kernel und Userspace 
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