Abo
  • Services:

VM-Werkzeuge für Kernel und Userspace

Der Beschreibung von Concierge zufolge handelt es sich dabei um einen Systemdienst, der im Userspace läuft und die Lebenszeit von VMs überwacht und für deren Starten und Beenden verantwortlich ist. Concierge ist aber nicht das einzige Werkzeug, das für die VM-Funktion notwendig ist.

Stellenmarkt
  1. SEG Automotive Germany GmbH über KÖNIGSTEINER AGENTUR, Stuttgart-Weilimdorf
  2. ABB AG, Ladenburg

So arbeitet Concierge in Verbindung mit dem Dienst Maitred, der als Init-Prozess in der VM fungiert. Dieser Init-Dienst ist darüber hinaus für das Starten der eigentlichen Anwendung in einem Container zuständig. Für den Container verwendet Google sein selbst gebautes Werkzeug Minijail, das bereits auf Chrome OS und Android genutzt wird.

Diese Kombination aus Concierge, Maitred und auch Minijail erinnert entfernt an das Linux-Werkzeug Systemd-Nspawn, mit dem sich auf üblichen Linux-Distributionen schnell und leicht andere Linux-Systeme starten lassen. Die Systemd-Entwickler bezeichnen dies als "Chroot auf Steroiden", was dazu passt, dass Crostini "ausgefallene" Croutons sind, also auch eine ausgefallene Chroot-Umgebung für Chrome OS.

Virtualisierte Geräte

Grundlage der vm_tools bildet das in Rust geschriebene Werkzeug Crosvm, das bereits im September vergangenen Jahres erschienen ist. Crosvm und die VM-Werkzeuge sorgten damals für einige Spekulationen in Bezug auf den möglichen künftigen Einsatzzweck in Chrome OS.

Crosvm bildet letztlich die Basis des gesamten Crostini-Aufbaus. Dieses Werkzeug sorgt für die eigentliche Virtualisierung, um "nicht vertrauenswürdige Betriebssysteme" mit virtualisierten Geräten zu starten. Dabei wird aber keine Hardware emuliert, sondern die Geräte werden mit Hilfe der KVM-Schnittstellen umgesetzt. Das heißt, ein Gast-System greift über sogenannte Virtio-Treiber auf die Fähigkeiten des Hostsystems zu, hier also Chrome OS.

Neben den üblichen Treibern für Block-Geräte, Netzwerk und Socket unterstützt Crosvm standardmäßig auch einen Virtio-Wayland-Treiber. Letzterer ist von einem Entwickler des Linux-Beratungsunternehmens Collabora, aufbauend auf den Arbeiten von Google, für den sogenannten Mainline-Kernel portiert worden. In den Patches dazu heißt es, damit könnten Wayland-Clients, die in einer VM laufen, mit einem Compositor auf dem Host-System kommunizieren.

Chrome OS benutzt bereits einen Wayland-Compositor und -Server. Dieser ist standardmäßig für die Verwendung von Android-Apps auf Chromebooks vorgesehen und bekommt nun offensichtlich eine weitere Aufgabe.

Eigenes Linux-System als VM

Noch völlig unklar ist jedoch, welches Root-Dateisystem für das Gastsystem in dem hier für Chrome OS als Host beschriebenen Szenario verwendet wird. In diesem Gastsystem wiederum sollen ja die eigentlichen Linux-Anwendungen zur Entwicklung ausgeführt werden.

Google selbst arbeitet hierfür offenbar an einem Projekt mit Namen Termina, das vermutlich von Chrome OS selbst abgeleitet ist. Darüber hinaus finden sich in dem Issue-Tracker zu der Funktion immerhin mehrfach Referenzen auf Debian, das die Google-Entwickler intern auch selbst verwenden, sowie auf den Gnome-Desktop.

Ob Nutzer aber eigene Root-Dateisysteme für die Crostini-Funktion verwenden können oder etwa nur ausgewählte, die von Google bereitgestellt werden, ist derzeit noch offen. Details zu der Virtualisierung und dem neuen Entwicklermodus dürfte Google aber auf seiner kommenden Hausentwicklermesse I/O im Mai bekannt geben.

 Google: Chromebooks bekommen "Linux-VMs" und "Terminal"
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. 299€ (Vergleichspreis 403,90€)
  2. 349€ (Vergleichspreis 399€)
  3. 57,90€ + 5,99€ Versand (zusätzlich 15€ Rabatt bei Zahlung mit Masterpass)
  4. jetzt bis zum 28.06. direkt bei Apple bestellen und die 0% Raten-Finanzierung erhalten

CptSparky 28. Feb 2018

Danke, Cok3.Zer0. Nach dieser Antwort habe ich gesucht, das erklärt es. ;)

superdachs 28. Feb 2018

Naja du bläst aber gegebenenfalls dein System stark auf ohne das ständig zu nutzen. Das...

Lumumba 27. Feb 2018

cool


Folgen Sie uns
       


Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test

Bei komplett kabellos arbeitenden Bluetooth-Ohrstöpseln zeigen sich erhebliche Unterschiede. Das perfekte Modell schmerzt nicht im Ohr, lässt sich bequem bedienen und hat einen guten Klang. An das Ideal kommt immerhin ein Teilnehmer heran.

Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Video aufrufen
Sony: Ein Kuss und viele Tode
Sony
Ein Kuss und viele Tode

E3 2018 Mit einem zärtlichen Moment in The Last of Us 2 hat Sony sein Media Briefing eröffnet - danach gab es teils blutrünstiges Gameplay plus Rätselraten um Death Stranding von Hideo Kojima.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Nintendo Kein wirklich neues Smash und Fire Emblem statt Metroid
  2. Ubisoft Action in Griechenland und Washington DC
  3. Bethesda Wolfensteins Töchter und die Zukunft von The Elder Scrolls

Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
    Kreuzschifffahrt
    Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
    Von Werner Pluta

    1. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
    2. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren
    3. Elektromobilität Norwegische Elektrofähre ist sauber und günstig

      •  /