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Google: Chrome testet WebVR auf Android

Entwickler, die an der Umsetzung von Virtual Reality (VR) im Web interessiert sind, können die Funktion mit dem Chrome -Browser auf Android testen. Zunächst klappt das nur mit dem Daydream-View-Headset von Google. Desktop-Unterstützung soll folgen.
/ Sebastian Grüner
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WebVR gibt's in Chrome vorerst nur mit dem Daydream View. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
WebVR gibt's in Chrome vorerst nur mit dem Daydream View. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Mit der aktuellen Beta-Version von Chrome 56(öffnet im neuen Fenster) unterstützt der Browser unter Android auch die für Virtual Reality im Web (WebVR) benötigten APIs, sodass Entwickler die Implementierung von Googles Browser vergleichsweise einfach testen können. Bei dem unterstützten Funktionsumfang hält sich Google allerdings noch sehr zurück, was sich wohl stark auf die praktische Nutzbarkeit auswirken dürfte.

Denn die Verwendbarkeit des WebVR-APIs sowie des Gamepad-APIs sind auf einen sogenannten Origin Trial(öffnet im neuen Fenster) beschränkt. Das heißt, Entwickler können mit dem Testen ihrer WebVR-Anwendung nicht einfach loslegen. Stattdessen müssen sie sich für eine Teilnahme bei Google anmelden. Das Unternehmen vergibt dann Tokens, die in die Webseite eingebaut werden müssen, damit die Funktion überhaupt genutzt werden kann.

Das Chrome-Team begründet diese Vorgehensweise damit, dass die Entwicklung des WebVR-API noch nicht abgeschlossen sei und es sich somit stetig weiter verändert. Google will die Funktion standardmäßig wohl erst nach der Fertigstellung der API freischalten. Ungewöhnlich erscheint diese Vorgehensweise aber nicht. So testet Mozilla seine WebVR-Implementierung ausschließlich in den Nightly-Versionen des Firefox und Microsoft für seinen Browser Edge bisher gar nur intern.

Genutzt werden kann WebVR im Chrome für Android zurzeit mit Googles VR-Headset Daydream View . Letzteres setzt die Verwendung eines Smartphones voraus, was den Fokus auf Android erklärt. Die Unterstützung für Desktop-Systeme soll aber folgen ebenso wie für das kostengünstige Cardboard-Headset.


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