Google: Chrome-Team will Third-Party-Cookies abschaffen

Schon in zwei Jahren sollen Third-Party-Cookies im Chrome-Browser nicht mehr unterstützt werden. Das soll die Privatsphäre der Nutzer verbessern.

Artikel veröffentlicht am ,
Third-Party-Cookies sollen nach dem Willen der Chrome-Entwickler künftig nicht mehr notwendig werden.
Third-Party-Cookies sollen nach dem Willen der Chrome-Entwickler künftig nicht mehr notwendig werden. (Bild: Kimberly Vardeman/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Für ein Web mit besserer Privatsphäre will das Entwicklerteam des Chrome-Browsers dafür sorgen, dass Third-Party-Cookies künftig nicht mehr notwendig sind. Das kündigt das Team im Chromium-Blog an. Third-Party-Cookies wurden bisher sehr häufig zum Zweck des Nutzertrackings eingesetzt, insbesondere durch die Werbeindustrie.

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Die Google-Entwickler können und wollen aber nicht einfach die Werbeindustrie vollständig blockieren. Gemeinsam mit Industrie, Entwicklern und Nutzern arbeitet das Team an einer Initiative, die das Team Privacy Sandbox nennt. Diese soll ein "gesundes, werbefinanziertes Web" aufrechterhalten können, so dass auf Third-Party-Cookies verzichtet werden kann.

"Sobald diese Ansätze die Bedürfnisse von Nutzern, Verlegern und Werbetreibenden berücksichtigen und wir die Tools zur Minimierung von Problemumgehungen entwickelt haben, planen wir, die Unterstützung für Cookies von Drittanbietern in Chrome einzustellen. Wir beabsichtigen, dies innerhalb von zwei Jahren zu tun", heißt es dazu in der Ankündigung.

Gemeinsam Alternativen erarbeiten

Die Macher des Firefox-Browsers haben im vergangenen Jahr damit begonnen, bekannte Tracking-Cookies zu blockieren, die als Third-Party-Cookie eingebunden sind. Solch ein Vorgehen hat laut den Chrome-Entwicklern aber möglicherweise nicht beabsichtigte Konsequenzen und könnte dazu führen, dass die Werbeindustrie schnell andere Wege findet und "undurchsichtige Techniken wie Fingerprinting" einsetzt.

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Bei großen und sehr reichweitenstarken Webseiten wie etwa Googles Suchmaschine oder Facebook kann durch die Anbieter selbst relativ einfach auf solche Techniken verzichtet werden. Diese nutzten schon länger First-Party-Cookies. Um aber eine Lösung für die gesamte Industrie zu finden, gibt es eine Arbeitsgruppe beim W3C, dem Standardisierungsgremium des Web, und die Chrome-Entwickler rufen dazu auf, sich daran zu beteiligen.

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sambache 16. Jan 2020

Du kannst die Personalisierung bei Google einstellen. Wer das nicht macht ist selber...

t_e_e_k 16. Jan 2020

Die brauchen keine Cookies. Über die dns Anfragen wissen sie welche Seite so besuchst...

tom.stein 15. Jan 2020

Zentrale Login-Verwaltung. Allerdings musste ich deswegen bisher gerade 5 Ausnahmen...

StKlaus 15. Jan 2020

doch doch gibt es ganz selten, ein Beispiel ist sipgate, da kommen Inhalte von sipgate.de...



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