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Google: Chrome soll https und www ausblenden

Nach anfangs harscher Kritik durch Nutzer und einigen Monaten Testphase, will das Chrome -Team von Google damit beginnen, die URL-Bestandteile https und www auszublenden.
/ Sebastian Grüner
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Bestimmte Teile der URL sollen in Chrome künftig ausgeblendet werden. (Bild: Montage Golem.de)
Bestimmte Teile der URL sollen in Chrome künftig ausgeblendet werden. Bild: Montage Golem.de

Mit der aktuellen Version 76 der Chrome-Browsers will das zuständige Team von Google das URL-Schema für das Protokoll HTTPS sowie die spezielle Subdomain WWW nicht mehr standardmäßig anzeigen. Das schreibt die zuständige Product Managerin Emily Schechter in dem dazugehörigen Bugreport(öffnet im neuen Fenster) . Die Änderung werde sowohl für die Chrome-Version auf dem Desktop als auch für Android umgesetzt.

Mit den uns derzeit zur Verfügung stehenden aktuellen Builds des Chrome-Browsers hat Google die Änderung zwar noch nicht standardmäßig umgesetzt. Es ist aber davon auszugehen, dass dies noch im Laufe der kommenden Wochen nachgereicht wird.

Erste Vorstöße zur Umsetzung der Idee, bestimmte Bestandteile der URL nicht mehr standardmäßig im Browser anzuzeigen, hat Google bereits im vergangenen September unternommen . Dabei zog das Unternehmen teils harte Kritik auf sich.

Das Team hatte damals die durchgeführte Änderung zwar zurückgenommen, aber an seinem Plan festgehalten. Nach mehrmonatigen Tests in den Entwicklungsversionen des Browsers will das Chrome-Team die Änderung nun aber doch noch mit der stabilen Version verteilen.

Einfachere URL-Anzeige

Begründet wird die Entscheidung so: "Das Chrome-Team legt Wert auf die Einfachheit, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit von Benutzeroberflächen. Um das Lesen und Verstehen von URLs zu vereinfachen und Ablenkungen von der registrierbaren Domain zu entfernen, werden URL-Komponenten ausgeblendet, die für die meisten Chrome-Nutzer irrelevant sind."

Gemeinsam mit den Herstellern anderer Browser hat das Chrome-Team die veränderte Anzeige der URL-Bestandteile sogar als Teil der WHATWG-Spezifikation standardisiert. Die Umsetzung ist zwar nicht verpflichtend, möglicherweise folgen künftig aber auch andere Browserhersteller dem Beispiel des Chrome-Browsers.


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