Google: Chrome OS verteilt Linux-App-Unterstützung
Seit spätestens einem halben Jahr ist bekannt, dass Google unter Chrome OS "Linux-VMs" und ein "Terminal" anbieten will. Nutzer von Chromebooks können damit wesentlich einfacher als bisher und vor allem sicherer auf übliche Linux-Anwendungen zugreifen. Auf der Hausmesse I/O im Mai hat Google die Funktion öffentlich vorgestellt. Mit der aktuellen Version 69 von Chrome OS landet die Funktion offiziell auf verschiedenen Geräten.
Bereits zur Ankündigung der Technik hat Google nicht nur kleinere und einfachere Kommandozeilenwerkzeuge gezeigt, sondern auch Android Studio, was zeigen sollte, dass theoretisch vermutlich jede größere Anwendung in der neuen Linux-Umgebung von Chrome OS genutzt werden kann. Aus Sicht von Google werden Chromebooks damit wohl zur Entwicklermaschine.
Sichere integrierte Technik
Zum Betrieb anderer Linux-Distributionen auf Chromebooks musste bisher der Developer Modus genutzt werden, bei dem viele Sicherheitsvorkehrungen von Chrome OS standardmäßig deaktiviert werden. Das Projekt Crostini, so der Codename der Technik, erweitert Chrome OS aktiv um eine integrierte minimalistische VM-Umgebung samt Init-Prozess, Anwendungscontainern und deren Sandboxing-Techniken.
Details zu den Kernel- und Userspace-Techniken haben wir bereits in dem vorhergehenden Artikel zu Crostini beschrieben. Weitere Details liefert die Dokumentation. Noch sind die Arbeiten an dem Projekt aber nicht abgeschlossen, so soll etwa noch Audiosupport folgen ebenso wie die Unterstützung für Eingabemethoden.
Bisher werden die Linux-Anwendungen nur auf elf Chromebooks beziehungsweise Boards unterstützt(öffnet im neuen Fenster) und Google selbst empfiehlt die Nutzung seines Pixelbook. Darüber hinaus wird eine Hardwarevirtualisierung vorausgesetzt, so dass etwa Bay-Trail-Systeme nicht unterstützt werden. Auch Geräte mit dem veralteten Kernel 3.14 werden die Funktion nie erhalten, da dies zu große Änderungen am Kernel nach sich ziehen würde.
Die Version 69 von Chrome OS(öffnet im neuen Fenster) liefert darüber hinaus das neue Aussehen des Browsers auch für das Betriebssystem aus. Nutzer können außerdem Eingaben in alle Textfelder diktieren und das System verfügt nun über eine Nachtlicht-Funktion, um die Augen der Nutzer bei einer dunklen Umgebung zu schonen.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.