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Google: Chrome OS kann Android-Apps ausführen

Wie angekündigt lassen sich die ersten Android-Apps auf Chrome OS ausführen. Sie müssten nicht portiert werden, sagte Google dem US-Dienst Ars Technica. Dafür benutzt Google große Teile des Android-Stacks .
/ Sebastian Grüner
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Android-Apps wie Evernote laufen auf Chromebooks. (Bild: Google Chrome Team)
Android-Apps wie Evernote laufen auf Chromebooks. Bild: Google Chrome Team

Mit dem Projekt App Runtime für Chrome (ARC) will Google Android-Apps für Chromebooks verfügbar(öffnet im neuen Fenster) machen und stellt nun die ersten vier Anwendungen dafür bereit. Genutzt werden können die Übersetzungssoftware Duolingo, die Notizverwaltung Evernote, die Leseanwendung Slight Words sowie der Videodienst Vine.

Weitere Anwendungen sollen zwar noch hinzugefügt werden, doch zunächst werden lediglich diese vier Anwendungen angeboten. Die auf der Google-Hausmesse I/O genannte App Flipboard ist zum offiziellen Start noch nicht verfügbar. In den kommenden Monaten werde Google mit ausgesuchten Android-Entwicklern daran arbeiten, weitere Apps für eine nahtlose Benutzung zwischen Android-Telefonen und Chromebooks zur Verfügung zu stellen, versichert das Unternehmen in der Ankündigung.

Keine Portierung notwendig

Details zu der Funktionsweise nennt Google in der sehr kurzen Nachricht nicht. Dem US-Dienst Ars Technica sagte ein Sprecher(öffnet im neuen Fenster) jedoch, dass Entwickler den Code der Apps weder portieren noch verändern müssten, von den Anpassungen an den Formfaktor und der Verwendung mit Tastatur und Touchpad abgesehen. Zudem laufe der gesamte Code dank des Native Clients, was auch die Standard-Umgebung für die Anwendungen des Chrome Web Stores sei, " obwohl die Anwendungen die Android-APIs verwenden ".

Die Dateien und Verzeichnisse in den Quellen(öffnet im neuen Fenster) deuten aber darauf hin, dass nicht allein der Native Client verwendet wird. Vielmehr sind viele Bestandteile für ARC Komponenten von Chromium und Android. Neben einigen Systembibliotheken und externen Abhängigkeiten finden sich vor allem die Quellen der Bionic-C-Bibliothek(öffnet im neuen Fenster) , die wohl auf den größtenteils architekturunabhängigen Native Client portiert worden sind.

Da Chrome OS viel mehr Ähnlichkeiten mit einer der großen Linux-Distributionen hat als Android, scheint eine Portierung des Codes zumindest möglich. In einer Dokumentationsdatei(öffnet im neuen Fenster) schreiben die Entwickler allerdings, dass derzeit kein komplett funktionierendes System dafür gebaut werden könne.


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