Google: Chrome nimmt Nutzern KI-Eingaben weitgehend ab
Gute Eingaben für KI-Modelle sind kompliziert. Google ändert das und macht den Chrome-Browser schöner und das Web weniger "beängstigend".
Seit einigen Jahren arbeitet das Team von Googles Chrome-Browser daran, diesen mithilfe von KI-Anwendungen nützlicher zu machen. Der Browser erzeugt etwa automatisch Echtzeit-Untertitel, schützt vor Malware-Webseiten oder unterdrückt Berechtigungsabfragen von Webseiten, wie die für Chrome zuständige Parisa Tabriz schreibt. Wirklich selbstständig nutzen konnten Anwender die KI-Funktionen bisher aber nicht, was sich nun mit der Einführung generativer KI ändern soll. Die Nutzung wird dabei möglichst weitgehend vereinfacht.
Mit der aktuellen Version 121 von Chrome führen die Entwickler etwa eine neue Möglichkeit ein, Tab-Gruppen zur Organisation von Tabs automatisch erstellen zu lassen. Dazu wird der Chrome-Browser entsprechende Gruppen auf Grundlage der geöffneten Tabs automatisch vorschlagen, inklusive einer Beschreibung aus Name und eventuell einem Emoji. Zur Nutzung der Funktion soll ein Rechtsklick auf den Tab ausreichen, woraufhin ein Kontextmenü zum Organisieren der Tabs erscheint.
KI-Nutzung ohne Expertenwissen bei den Eingaben
Die Fähigkeit großer Sprachmodelle (LLM) zum Erzeugen von Text, also das, was die meisten Nutzer wohl derzeit dank ChatGPT und ähnlichen Angeboten mit generativer KI verbinden, soll ab kommendem Monat ebenfalls im Chrome bereitstehen. Dazu heißt es: "Das Schreiben im Web kann beängstigend sein, insbesondere wenn Sie Ihre Gedanken im öffentlichen Raum oder in Foren artikulieren möchten." Dabei soll nun also eine KI helfen, die entsprechende Texte erzeugt. Eine paar wenige zusammenfassend Worte sollen als Eingabe ausreichen.
Das Besondere daran ist, dass bei der Nutzung auf komplizierte oder ausgefeilte Eingabeaufforderungen an das LLM verzichtet werden kann. Diese Arbeit hat Google bereits übernommen und in der UI über Kontextmenüs abstrahiert, wo Nutzer nur noch die Länge des Texts und den gewünschten Tonfall per Dropdown auswählen.
Ähnliche Vereinfachungen bietet Chrome auch für die neu verfügbaren KI-generierten Hintergrundbilder, die so ähnlich schon in Android 14 und den Pixel-8-Geräten genutzt werden können. Nutzer sollen dabei "schnell benutzerdefinierte Themen basierend auf einem von Ihnen gewählten Thema, einer Stimmung, einem visuellen Stil und einer Farbe erstellen" können. Auch dafür setzt das Team auf Dropdown-Menüs und auf eine kleine Menge vorausgewählter Farben. Google schreibt zur Nutzung: "Sie müssen kein Experte für KI-Eingabeaufforderungen werden!"
Die neuen KI-Funktionen sollen in den kommenden Tagen für Chrome auf Macs und PCs zur Verfügung stehen, beginnend mit Nutzern in den USA. Zur Benutzung müssen Anwender im Browser angemeldet sein und die noch experimentellen Funktionen in den Einstellungen aktivieren. Künftig sollen außerdem zahlreiche weitere Funktionen auf Grundlage des Gemini-Modells hinzukommen.
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"Das Schreiben im Web kann beängstigend sein, insbesondere wenn Sie Ihre Gedanken im...
Als wäre es nicht schon genug, dass dieser LLM-Bullshit im geschäftlichen Umfeld Einzug...
War das jetzt ein praktisches Beispiel für einen Beitrag, der durch KI verbessert werden...
Ist doch schön, wenn man von der Tabgruppenseuche schon alleine dadurch verschont bleibt...
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