Google Chrome: Neue Schnittstellen könnten Ublock Origin verhindern

Chrome diskutiert neue Schnittstellen für Erweiterungen. Nach dem aktuellen Entwurf könnten Werbeblocker wie Ublock Origin nicht mehr funktionieren, warnt deren Entwickler.

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In Zukunft kein Ublock Origin mehr für den Chrome-Browser?
In Zukunft kein Ublock Origin mehr für den Chrome-Browser? (Bild: geralt/Pixabay)

Die Schnittstellen und Regelungen für Chrome-Erweiterungen sollen sich ändern. Ein Entwurf des neuen Regelwerkes Manifest V3 soll eine zentrale Funktion für die Tracking- und Werbeblocker Ublock Origin und Umatrix abschaffen. Deren Entwickler Raymond Hill (auch bekannt als Gorhill) kritisierte in einem Chromium-Bugreport den Entwurf scharf. Dieser komme einer Abschaffung seiner beliebten Erweiterungen gleich. Allein Ublock Origin hat laut dem Chrome Webstore über 10 Millionen Nutzer.

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Die Chrome- und Chromium-Nutzer sollen laut dem Entwurf mehr Kontrolle über die Erweiterungen und Daten haben, auf die diese zugreifen können. Erreicht werden solle dies unter anderem mit der Einschränkung der webRequest API. Erweiterungen sollen künftig Browseranfragen nur noch lesen, nicht jedoch blockieren, modifizieren oder umleiten können. Genau auf diese Funktionen setzen jedoch die Tracking- und Werbeblocker Ublock Origin und Umatrix, um ihre Filterfunktionen zu realisieren.

Als Alternative soll die declarativeNetRequest API eingeführt werden. Die Filterung der Browseranfragen übernimmt bei dieser Schnittstelle der Browser für die Erweiterung, die keinen Zugriff mehr auf die Anfragen erhält. Dies soll einen Zugewinn an Privatsphäre bedeuten. Hill bemängelt allerdings die Beschränkung auf 30.000 Elemente, die nicht einmal für die weitverbreitete Filterliste Easylist reiche. Zudem ähnele der Filtermechanismus dem von Adblock Plus, lasse aber komplexere Filtermechanismen, wie sie von Ublock Origin oder Umatrix verwendet werden, nicht mehr zu.

Kritik an Googles Plänen

Das Filtersystem der Erweiterung Adblock Plus der Kölner Firma Eyeo ist von dem aktuellen Entwurf vermutlich nicht betroffen. Allerdings greift die Erweiterung ebenfalls auf die Easylist zurück, die deutlich umfangreicher als die 30.000 im Entwurf erlaubten Elemente ist. Wie sich der Entwurf auf Adblock Plus auswirkt, kann man im Hause Eyeo noch nicht abschätzen. Die Entwicklungen würden beobachtet, aber noch stehe kein Ergebnis fest, sagte die Sprecherin Laura Dornheim zu Golem.de. Man stehe in engem Kontakt mit Google und hoffe, Adblock Plus wie gewohnt anbieten zu können.

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Adblock Plus lässt über das Acceptable-Ads-Programm die Einblendung von unaufdringlicher Werbung gegen eine Gebühr weiterhin zu. Dieses ist standardmäßig aktiviert, kann jedoch auch ausgeschaltet werden. Auch Google nimmt an dem Programm teil und lässt Werbung whitelisten. Kritiker sehen in der Änderung der Schnittstellen daher nicht das von Google versprochene Mehr an Privatsphäre, sondern einen Weg unliebsame Werbe- und Trackingblocker auszuschließen, während die Werbung des Unternehmens weiter ausgespielt werden kann.

Noch ist nichts entschieden. Die Diskussion soll auf der Entwicklermailingliste von Chromium weitergeführt werden. Erst Ende vorigen Jahres hatte Chrome mit seinem Geburtstagsrelease für Unmut in der Nutzerschaft gesorgt: Ein Login bei einem Google-Dienst führte zur automatischen Anmeldung in Chrome, zudem wurden Google-Cookies nicht gelöscht. Am Ende machte Google Zugeständnisse.

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Hut+Burger 22. Feb 2019

Nun ja, dann kommt eben das, was schon vor längerer Zeit hätte kommen müssen: Die...

Hut+Burger 22. Feb 2019

Macht er doch? Warum regst du dich so auf? Er, als mündiger Konsument, lässt auf seinem...

conker 30. Jan 2019

Eigentlich waren wir (zumindest gefühlt) bis jetzt *immer* verschiedener Meinung. Aber...

Neuro-Chef 25. Jan 2019

Gerade auf golem.de ist das ja so ein Thema..^^ https://www.soeren-hentzschel.at/firefox...



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