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Den zSpace-Systemen fehlt derzeit ein angepasster Browser eines großen Entwicklers.
Den zSpace-Systemen fehlt derzeit ein angepasster Browser eines großen Entwicklers. (Bild: zSpace)

Google Chrome für zSpace: Augmented-Reality-Version des Browsers kommt noch 2016

Den zSpace-Systemen fehlt derzeit ein angepasster Browser eines großen Entwicklers.
Den zSpace-Systemen fehlt derzeit ein angepasster Browser eines großen Entwicklers. (Bild: zSpace)

Eine Augmented-Reality-Version von Google Chrome befindet sich schon länger in der Entwicklung. Diese soll nun bald abgeschlossen werden. Zudem soll es auch von Firefox und Edge angepasste Browser geben, die dann auf zSpace-Systemen funktionieren.

Für die vor allem im Geschäftskundenfeld und dem Bildungsmarkt vertretenen zSpace-Systeme soll es bald einen eigenen Browser geben, mit dem sich Objekte im Raum untersuchen lassen. Noch 2016 soll der Google-Browser Chrome mit den neuen Fähigkeiten fertig werden, wie Paul Kellenberger, Chef des Unternehmens zSpace, auf dem Fujitsu Forum sagte. Er kündigte außerdem an, dass es nicht nur Chrome geben wird. Auch Kooperationen mit Mozilla und Microsoft, um Firefox beziehungsweise Edge auf zSpace-Systeme zu bringen, gibt es. Allerdings nannte Kellenberger noch keinen Veröffentlichungszeitraum.

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Demonstrieren konnte Kellenberger auch nur die Chrome-Variante. Er nutzte dabei eines seiner Systeme sowie die Software zView, die die 3D-Ansicht des Nutzers auch für Zuschauer ohne 3D-Brille sichtbar macht. Ähnliches macht Microsoft auch mit den Hololens-Demonstrationen. Das grundsätzliche Problem solcher Systeme ist nämlich, dass sie ohne die entsprechende Hardware eigentlich gar nicht erlebt werden können.

  • Die Demo von Google Chrome zeigt eine Uhr, die im Raum vor dem Bildschirm gedreht werden kann. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Uhr kann im Raum abgelegt werden. Parallel dazu kann eine andere Anwendung genutzt werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die zSpace-Systeme sind vor allem für den Bildungsmarkt interessant. (Bild: zSpace)
Die Demo von Google Chrome zeigt eine Uhr, die im Raum vor dem Bildschirm gedreht werden kann. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)


Die Demonstrationen hatten eher beispielhaften Charakter. In der Amazon-Demo nutzte Kellenberger die Webseite des Onlinehändlers, um sich ein Produkt genauer anzuschauen. Mit dem Stift greift er ein Produktbild aus der Webseite und dreht es im Raum vor dem Bildschirm, um es genauer zu betrachten. Außerdem kann er die 3D-Objekte im Raum ablegen, sozusagen als Erweiterung des Desktops. Dieses 3D-Modell kann in Grenzen auch manipuliert werden. Der zukünftige Kunde kann beispielsweise die Farben verändern.

Für solche Demonstrationen im Raum braucht es aber Anpassungen seitens der Webentwickler, denn die müssen das Objekt greifbar machen. Auf Details ging Kellenberg jedoch nicht ein. Ohne Anpassungen ist eine Nutzung zwar auch möglich, aber letztendlich fehlt die 3D-Komponente. Pseudo-3D-Modelle lassen sich beispielsweise drehen, wenn das für reguläre Browser bereitgestellt wird. Sie bleiben aber an ihrer Position haften und sind eingeschränkt, da es sich nicht um echtzeitgerenderte 3D-Modelle handelt, sondern nur um eine Abfolge von Bildern.

Die zSpace-Plattform ist vor allem in den USA im Bildungswesen aktiv. Auch in Japan will der Hersteller stärker expandieren und wählte Fujitsu als Produktionspartner. In Europa wird zSpace vor allem über Partner angeboten. Auch wenn das Unternehmen bereits 15 Jahre alt ist, bisher ist die Anzahl an Anwendungen überschaubar und überwiegend für den Bildungsmarkt gedacht. Fujitsu will vor allem im Geschäftskundenbereich dafür sorgen, dass weitere Anwendungen entwickelt werden. Interessanterweise gibt es auch einige Spiele, doch dies ist kein Fokus des Unternehmens, wie Kellenberg auf dem Fujitsu Forum sagte.


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