Google: Chrome-Entwickler verschieben Ende für User-Agents

Eigentlich sollte die typische Browserkennung in Chrome abgeschafft werden. Das wird wegen der Coronakrise nun vertagt.

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Google will vorerst nichts an den User-Agents ändern.
Google will vorerst nichts an den User-Agents ändern. (Bild: Fabrice Coffrini/AFP via Getty Images)

Die Entwickler des Google-Browsers Chrome wollten eigentlich den sogenannten User-Agent-String einfrieren und durch eine neue Technik ersetzen. Daraus wird aber vorerst nichts, wie die Entwickler auf ihrer Mailingliste mitteilen. In der E-Mail heißt es: "Die Phase des Projekts, in der die Menge der verfügbaren Informationen im herkömmlichen User-Agent-String auf Browser (z. B. Chrome), Hauptbrowserversion und Mobile/Desktop reduziert wird, wird bis mindestens 2021 verschoben". Damit soll den Webentwicklern und dem größeren Web-Ökosystem zusätzliche Zeit eingeräumt werden, um die als Ersatz geplanten Fähigkeiten zu bewerten.

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Der sogenannte User-Agent-String kann dazu genutzt werden, dass Webserver erkennen, mit welcher Art Client sie kommunizieren, um zum Beispiel das Ausspielen von Inhalten anzupassen. Die Technik ist aber veraltet, enthält teilweise irreführende Angaben und kann für das Fingerprinting genutzt werden, also das Wiedererkennen einzelner Nutzer. Unter anderem deshalb wollen die Entwickler von Googles Chrome-Browser den User-Agent einfrieren, wie diese Anfang dieses Jahres mitgeteilt haben.

Geplant war demnach, die bisherige Technik nicht mehr weiterzuentwickeln und so einzufrieren. Die Technik dürfte damit langfristig an Bedeutung verlieren. Als Alternative zu den legitimen Einsatzzwecken des User-Agents haben die Entwickler bereits im Herbst vergangenen Jahres die User Agent Client Hints (UA-CH) vorgeschlagen. Die UA-CH sollen wie der String bisher auch über HTTP-Request-Header sowie eine API zur Verfügung stehen.

Die Einführung für die UA-CH in seinem Browser will das Chrome-Team mit der Version 84 umsetzen, deren stabile Veröffentlichung für Mitte Juli 2020 geplant ist. Dies soll Entwicklern die Möglichkeit geben, mit der neuen Technik zu experimentieren. In der Ankündigung wird darüber hinaus aber betont, dass dies lediglich ein Zusatz sei und keine Auswirkung auf bestehende Systeme habe.

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