Abo
  • Services:

Google: Chrome entfernt SSLv3 in kommenden Versionen

Als Reaktion auf die Poodle-Lücke will nun auch Google in seinem Chrome-Browser auf die Verwendung von SSLv3 verzichten. Zunächst soll das Fallback, später die gesamte Protokollversion entfallen.

Artikel veröffentlicht am ,
Google Chrome verhindert bald die Verwendung von SSLv3.
Google Chrome verhindert bald die Verwendung von SSLv3. (Bild: Google)

Wie bereits zu erwarten war, wird Google in seinem Chrome-Browser SSL Version 3 (SSLv3) in einem zweistufigen Vorgehen komplett deaktivieren, schreibt der Entwickler Adam Langley. Damit reagiert das Team auf die Poodle genannte Sicherheitslücke in dem alten SSL. Begonnen werden soll dieser Prozess mit Chrome 39, das noch in diesem November erscheinen soll.

Stellenmarkt
  1. Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen
  2. BSH Hausgeräte GmbH, Dillingen

Mit der kommenden Version des Browsers soll zunächst ein Fallback verhindert werden, also das erzwungene Downgrade auf SSLv3, falls keine andere Version verfügbar ist. Dieser Wechsel des Protokolls hin zu einer älteren Version betreffe jedoch sowieso nur fehlerhafte HTTPS-Server. Nutzer werden bei einem missglückten Fallback über die Fehler entsprechend informiert.

Eine Verbindung zu einem Server, der ausschließlich SSLv3 anbiete, soll mit Chrome 39 aber noch möglich sein. Die Anwender werden darüber aber mit einer gelben Anzeige über dem Verschlüsselungssymbol in der Adresszeile informiert. Für die übernächste Version 40, die vermutlich um den Jahreswechsel herum erscheint, soll aber ganz auf die Benutzung von SSLv3 verzichtet werden.

Allerdings behalten sich die Entwickler vor, auf eventuelle Kompatibilitätsprobleme zu achten, so dass vielleicht noch mit leichten Verzögerungen bei der Umsetzung des Plans zu rechnen sein könnte. Um die Verwendung von mindestens TLS 1.0 zu erzwingen, etwa um Server zu testen, können Chrome-Nutzer die Kommandozeilenoption --ssl-version-min=tls1 nutzen. Diese und die Option SSLVersionFallbackMin, die die kleinste Protokollversion festlegt, auf die der Browser zurückspringen darf, sollen mit Chrome 40 auch einfacher via about:flags festgelegt werden können.

Noch wird der Code zur Client-Unterstützung von SSLv3 nicht aus Chrome entfernt, dies werde aber mittelfristig geschehen. Der für Ende November geplante Firefox 34 wird ebenfalls SSLv3 nicht mehr verwenden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 116€)
  2. 55,11€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Seagate Expansion+ Desktop 4 TB für 88€, Seagate Backup Plus Hub 6 TB für...
  4. 17,49€

MickeyKay 04. Nov 2014

Also bei mir steht es bereits im ersten Satz, dass nun auch Google SSLv3 aus seinem...

RipClaw 03. Nov 2014

Ich verwende die Cipherauswahl von Mozilla: https://wiki.mozilla.org/Security...


Folgen Sie uns
       


Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018)

Wir sind den Jaguar I-Pace in Genf probegefahren und konnten ihn trotz nassem Wetter nicht aus der Spur bringen.

Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018) Video aufrufen
HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

    •  /