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Google: Chrome blockierte vorübergehend Torrent-Seiten

Zahlreiche populäre Torrent-Seiten waren zeitweise in Googles Browser Chrome und im Browser Firefox nicht erreichbar. Stattdessen erschien ein Hinweis auf schädliche Software. Inzwischen hat Google die Webseiten wieder freigegeben.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Jörg Thoma
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Google warnte vorübergehend vor populären Torrent-Seiten. (Bild: Torrentfreak)
Google warnte vorübergehend vor populären Torrent-Seiten. Bild: Torrentfreak

Schrecksekunde für Torrent-Benutzer: Diverse populäre Torrent-Seiten waren in der Nacht von Freitag auf Samstag in Googles Chrome-Browser und in Mozillas Firefox blockiert. Stattdessen erschien eine Warnung, die Seiten könnten versuchen, Browser-Einstellungen zu manipulieren oder unerwünschte Erweiterungen zu laden, wie die Webseite Torrentfreak meldete(öffnet im neuen Fenster) . Inzwischen ist der Spuk wieder vorbei: Sämtliche dort erwähnten Seiten sind wieder erreichbar.

Offenbar hatte Googles automatisierte Suche nach infizierten Seiten verdächtige Inhalte entdeckt. So zumindest heißt es in dem öffentlichen Bericht(öffnet im neuen Fenster) über extratorrent.cc , der jetzt mit dem Hinweis ergänzt wurde, auf der Seite sei innerhalb der letzten 90 Tage keine Malware entdeckt worden. Laut Torrentfreak hatte der Extratorrent-Betreiber zwischenzeitlich Google kontaktiert. Es könne sich nur um eine Falschmeldung seitens Google gehandelt haben, es gebe auf der Webseite keine Malware.

Safe Browsing gegen Malware

Betroffen von der Sperre waren neben Extratorrent auch KickassTorrents, Torrentz und RARBG. Über ihre Proxys und in anderen Browsern konnten die Seiten auch zwischendurch problemlos aufgerufen werden.

Die Warnmeldung erhalten Chrome- und Firefox-Nutzer im Rahmen von Googles Safe-Browsing-Projekt, das seit Juni 2011 aktiv ist und im Februar 2015 nochmals erweitert wurde(öffnet im neuen Fenster) . Inzwischen warnt der Browser vor verdächtigen Webseiten bereits, wenn sie aufgerufen werden. In der Google-Suche werden entsprechende Seiten mit einem Warnhinweis versehen und Werbung für solche Seiten blockiert. In Chrome oder Firefox können die Einstellungen zu Safe Browsing abgemildert oder ganz ausgeschaltet werden.

Nachtrag vom 12. Juli 2015, 11:30 Uhr

Wir haben beim Verfassen des Textes außer Acht gelassen, dass auch Firefox Googles Safe Browsing nutzt. Der Text wurde nach entsprechenden Hinweisen unserer Leser aktualisiert.


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