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Google: Chrome bekommt keine Linux-Hardwarebeschleunigung

Trotz jahrelanger Arbeit und verfügbarer Patches unterstützt der Chrome-Browser keine Hardwarebeschleunigung unter Linux. Das zuständige Team hat darüber hinaus auch keine Pläne, die Funktion aktiv zu unterstützen, da die Treiber zu schlecht seien, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.

Artikel veröffentlicht am ,
Linux-Nutzer müssen weiter auf GPU-Beschleunigung in Chrome warten.
Linux-Nutzer müssen weiter auf GPU-Beschleunigung in Chrome warten. (Bild: Christopher Michel, flickr.com/CC-BY 2.0)

Seit mehr als drei Jahren fordert ein Bug-Report für den Chrome-Browser die Umsetzung der hardwarebeschleunigten Wiedergabe von Videos auch auf üblichen Linux-Distributionen, immerhin wird die Funktion in Googles eigener Linux-Distribution Chrome OS unterstützt. Auf erneute Nachfrage zu diesem Thema stellt der Entwickler Antoine Labour nun jedoch fest: "Wir haben nicht die Absicht, das als Produkt zu veröffentlichen, sodass dies nur unnütze Last mit erhöhten Wartungskosten wäre".

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Die Aussage ist für viele Nutzer nicht nur deshalb unverständlich, weil Chrome OS wie erwähnt diese Funktion unterstützt, sondern auch, weil es bereits Patches für den Chrome-Browser gibt, die die Hardwarebeschleunigung umsetzen. Einige Linux-Distributionen nutzen diese Patches außerdem bereits aktiv in ihren eigenen Builds oder bieten diese zumindest über Community-Repositorys an.

Auf explizite Bitte führt der Entwickler Labour die Entscheidung des Chrome-Teams weiter aus. Er schreibt: "Unser Ziel ist es, nach Möglichkeit zuerst einen stabilen und sicheren Browser zu erstellen und erst danach einen GPU-beschleunigten". Das Team habe immer wieder erfahren müssen, dass die GPU-Beschleunigung hohe Wartungskosten verursacht. Das wiederum liege an den vielen verschiedenen Hardware-Konfigurationen, der insbesondere unter Linux schlechten Qualität der Treiber oder auch dem ständigen Strom neu eingehender Fehlerberichte bei der Veröffentlichung neuer Hardware, Treiber oder Distributionen.

Offenbar kann oder will das für die Entwicklung zuständige Chrome-Team von Google die dafür notwendigen Ressourcen nicht aufbringen, schließlich könne dies laut Labour das Ziel eines sicheren und stabilen Browsers gefährden. Der Entwickler schreibt aber auch, dass aus Sicht des Google-Teams nichts dagegen spricht, wenn die Community die Patches weiter pflegt und vom Chrome-Code geforkte Builds zur Verfügung stellt.



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styxxx 06. Okt 2018

Habe jetzt nochmal nachgesehen. Ich dachte zuvor geschriebenes, da chrome://gpu...

anonym 04. Okt 2018

du meinst wohl VA-API und NVENC? ;)

jose.ramirez 04. Okt 2018

So passt es für Windoof.

tg-- 04. Okt 2018

Das Argument mit der Treiberqualität war schon richtig, aber heute kann ich das nicht...

Schattenwerk 04. Okt 2018

Ihr lasst so tolle Features wie Auto-Login, Verkürzung von Adresszeilen oder abgerundetes...


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