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Google: Chrome 88 entfernt Flash Player endgültig

Der Google-Browser bietet zudem erstmals eine neue API, die Adblocker einschränken könnte. Chrome 88 verbessert auch den Passwortschutz.
/ Sebastian Grüner
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Chrome 88 kommt ohne Flash Player. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Chrome 88 kommt ohne Flash Player. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Das Entwicklungsteam von Google hat die aktuelle Version 88 des Chrome-Browsers veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Damit verabschieden sich die Verantwortlichen endgültig von Adobes Flash Player, der bisher als Plugin in dem Browser verfügbar war und nun entfernt wurde. Bereits im Juli 2017 hatte Adobe selbst angekündigt, Flash einstellen zu wollen. Das Ende der Technik kam dann offiziell Ende 2020 . Seit einigen Tagen wird auch das Ausführen von Flash-Inhalten komplett blockiert , so dass sich diese nicht mehr darstellen lassen.

Wie das Security-Team von Google in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) schreibt, haben die Beteiligten auch einige Änderungen an dem in Chrome integrierten Passwortspeicher vorgenommen. So warnt dieser vor schwachen Passwörtern und bietet an, diese per Klick zu ändern. Auch die Verwaltung der Passwörter soll nun einfacher sein als bisher. Das Team plane außerdem weitere Änderungen, die im Laufe des Jahres 2021 veröffentlicht werden sollen.

Manifest V3 erstmals in Chrome 88

Neu eingeführt hat das Team in Chrome 88 außerdem die Manifest V3 genannte neue API für Erweiterungen(öffnet im neuen Fenster) . Damit erstellte Addons lassen sich nun erstmals im Chrome Web Store veröffentlichen. Google selbst verspricht sich von dem Wechsel eine bessere Sicherheit und Leistung sowie Privatsphäre für Nutzer von Erweiterungen. In kommenden Versionen will Google die Möglichkeit umsetzen, dass Nutzer bestimmte Berechtigungen von Erweiterungen beim Installieren ablehnen können.

Das neue Manifest V3 gilt jedoch als umstritten , weil damit unter anderem die Blockierfunktion der webRequest API entfernt wird, die Werbe- und Trackingblocker nutzen. Alternativ dazu soll die declarativeNetRequest API zum Einsatz kommen, so dass der Browser selbst die Filterung übernimmt. Im Vergleich zu bisher ist dies aber nur in begrenztem Umfang möglich, so dass einige Entwickler von Adblockern das Vorgehen stark kritisieren. Die ältere API, Manifest V2, kann zunächst aber weiter genutzt werden. Wann diese entfernt wird, ist derzeit noch nicht klar.

Neu zu Chrome 88 hinzugekommen ist außerdem das Digital Goods API, das nun zunächst in einem sogenannten Origin Trial getestet wird. Unter Android wird dies in die Abrechnungsfunktionen des Play Store integriert, was letztlich ein einfacheres Online-Shopping ermöglichen soll.


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