Google: Chrome 84 blockiert nervige Benachrichtigungen
Google hat die aktuelle Version 84 seines Chrome-Browsers veröffentlicht. Wie üblich enthält die Version eine Reihe neuer Webtechniken und sie macht einen ersten großen Schritt dahin, dass Webseiten künftig weniger nerven. Wie das Team in dem Web-Updates-Blog(öffnet im neuen Fenster) schreibt, wird in Chrome 84 das neue UI automatisch für jene Seiten verwendet, die missbräuchliche Benachrichtigungen oder Berechtigungsanfragen verwenden. Ideen dazu hat das Chrome-Team erstmals Anfang dieses Jahres vorgestellt und im Mai weitere Details genannt(öffnet im neuen Fenster) . Konkret bedeutet das, dass die sonst als Pop-ups erscheinenden Nachfragen zunächst unterdrückt und hinter einem speziellen Icon versteckt werden.
Mit der Version 84 des Chrome-Browsers führt das Team außerdem sogenannten App Icon Shortcuts ein. Darüber sollen sich schnell einfache oder häufig genutzte Funktionen einer Web-App per Rechtsklick auf das Start-Icon erledigen lassen. Zur Unterstützung in Progressive Web Apps (PWAs) soll es reichen, das App-Manifest mit einem kurzen Eintrag für den Shortcut anzulegen.
Wohl ebenfalls sinnvoll für eine Vielzahl von Apps ist das neue Context Indexing API. Damit soll das Problem gelöst werden, dass Inhalte zwar möglicherweise auch offline verfügbar, aber nur schwer auffindbar sind. Dank der Schnittstelle sollen sich auch URLs und Metadaten für Offline-Inhalte aufzählen lassen. Der Browser kann diese dann einfacher zugänglich darstellen. Details dazu liefert die Web-Dev-Dokumentation von Google(öffnet im neuen Fenster) .
Neu hinzugekommen ist außerdem ein Wake Lock API, das verhindern soll, dass etwa automatisch Bildschirmschoner anspringen oder das Display abgedunkelt wird. Das Team hat zudem die Animations-API deutlich ausgebaut und Chrome 84 startet erste Experimente mit SIMD-Instruktionen für Webassembly. Letzteres sollte die Leistung insbesondere für Multimedia-Anwendungen verbessern. Mit Chrome 84 testet Google außerdem das neue Quic-Protokoll(öffnet im neuen Fenster) und rollt die neuen Richtlinien für Same-Same-Cookies wieder aus. Dies hatte Google wegen der Coronakrise zwischenzeitlich zurückgenommen .
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