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Google: Chrome 78 bringt Experimente und bessere Tab-Übersicht

Die aktuelle Version 78 des Chrome-Browsers von Google erleichtert die Tab-Übersicht. Außerdem enthält die Version experimentelle APIs etwa für den Dateisystemzugriff, testet DoH und bietet einen forcierten Dark-Mode.
/ Sebastian Grüner
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Kleine Overlays sollen die Übersicht in Chrome 78 verbessern. (Bild: Google)
Kleine Overlays sollen die Übersicht in Chrome 78 verbessern. Bild: Google

Google hat die aktuelle Version 78 des Chrome-Browsers veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Die für Nutzer wohl offensichtlichste Neuerung sind kleine Overlays, die beim Fahren mit der Maus über die geöffneten Tabs die Seitentitel anzeigen. Das soll die Tab-Übersicht verbessern, immerhin verschwindet bei einer Anzahl an Tabs der Titel schnell und es sind nur noch Icons zu sehen, die zudem teils schwer zu erkennen sind.

Diese Neuerung ist Google so wichtig, dass das Unternehmen diese vor rund einem Monat eigens angekündigt hat . Teil dieser Ankündigung sind auch neu hinzugefügte Optionen, um den Browser besser an die eigenen Vorlieben anpassen zu können, indem etwa eine eigene Farbpalette gesetzt werden kann. Gesteuert werden kann das Verhalten über die Optionen chrome://flags/#ntp-customization-menu-v2 und chrome://flags/#chrome-colors . Das Anpassungsmenü lässt sich dann in der Übersichtsseite für einen neuen Tab auswählen.

Experimente für Google und Web-Entwickler

Mit der aktuellen Version startet Google außerdem wie angekündigt seine Tests für die Implementierung des Protokolls DNS-over-HTTPS (DoH), mit dem DNS-Anfragen verschlüsselt an Server übertragen werden. Chrome-Nutzer werden dabei auf den DoH-Dienst ihres bisherigen DNS-Anbieters migriert, sofern dieser existiert. Das gilt zudem nur für eine kleine Auswahl von DNS-Anbietern. Das sind Cleanbrowsing, Cloudflare, DNS.SB, OpenDNS, Quad9 und natürlich Google selbst. Gesteuert werden kann das Verhalten über die Option chrome://flags/#dns-over-https .

Nutzer können mit Chrome 78 außerdem den Dark-Mode für sämtliche besuchten Webseiten forcieren. Dafür nutzt der Browser verschiedene Profile zur Farbinvertierung. Um die Funktion zu aktivieren gibt es die Option chrome://flags/#enable-force-dark . Zunächst noch nicht standardmäßig aktiviert ist auch die Information über möglicherweise entwendete Zugangsdaten und Passwörter. Ähnlich wie bei Firefox Monitor kann dies nun auch der Chrome-Browser darstellen. Zuvor als Erweiterung verfügbar, lässt sie sich mit der Option chrome://flags/#password-leak-detection aktivieren.

Für Web-Entwickler experimentell hinzugefügt hat das Chrome-Team die CSS Properties and Values API. Getestet werden kann nun außerdem der Zugriff auf das native Dateisystem über eine Web-API, sofern Nutzer dem zustimmen. Das soll das Entwickeln noch leistungsfähigerer Web-Apps ermöglichen.


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