Google: Chrome 75 bringt experimentellen Lesemodus
Google hat die aktuelle Version 75 seines Chrome-Browsers veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Neu hinzugekommen ist ein experimenteller Lesemodus, der nur noch die wichtigsten Teile einer Webseite anzeigt und den Rest ausblendet. Eine ähnliche Funktion ist bereits seit mehreren Jahren im Firefox Browser verfügbar. Aktiviert werden kann der Lesemodus im Chrome über die Option chrome://flags/#enable-reader-mode. Daraufhin erscheint im Menü ein neuer Eintrag, der auf Deutsch mit dem wenig aussagekräftigen Seite konvertieren bezeichnet wird.
Für Chrome 75 hat das Team außerdem die Web-Share-API erweitert(öffnet im neuen Fenster). Darüber können nun auch einzelne Dateien leichter geteilt werden. Sinnvoll ist das wohl besonders für Fotos und Videos. Mit der Technik lassen sich derzeit schon Audio- oder Textdateien einfach mit anderen Apps teilen. Weitere Details dazu liefert ein ausführlicher Blogpost(öffnet im neuen Fenster).
Für Android-Nutzer(öffnet im neuen Fenster) gibt es nun eine Funktion zum Ausfüllen von Passwörtern in Login-Fenstern, die so ähnlich bereits auf dem Desktop genutzt werden kann. Beim Tippen in ein Feld für Zugangsdaten werden diese zum Vervollständigen vom Browser angezeigt. Beim Einrichten neuer Zugänge empfiehlt Chrome außerdem ein sicheres Passwort zu erzeugen und dieses in der eigenen Passwortverwaltung zu speichern.
Weniger Latenz und schnelleres Javascript-Parsing
Für Webseiten, die sich besonders kritisch in Bezug auf die Latenz verhalten, kann Chrome nun den Quelltexthinweis desynchronized verstehen. Ziel der Technik ist es, dass Canvas-Elemente anderes verarbeitet werden als sonst und dabei der übliche Update-Mechanismus für das DOM umgangen wird. Hierbei wird so viel wie möglich des Compositings nicht umgesetzt und vor allem die Synchronisation der grafischen Updates mit dem DOM beim Zeichnen des Canvas-Elements teilweise ausgesetzt, um die Latenz möglichst gering zu halten.
Die Javascript-Engine V8(öffnet im neuen Fenster) erlaubt nun die Nutzung von Unterstrichen, also dem Zeichen _ , als Trennungszeichen in Zahlen. Das Team hat außerdem bestimmte Teile seines Webassembly-Codes überarbeitet und das Javascript-Parsing vom Main-Thread losgelöst. Skripte können damit direkt aus dem Netzwerk in die Streaming-Parser gestreamt werden. Bisher musste darauf gewartet werden, dass der Main-Thread die Daten aus dem Netzwerk weiterreicht, was zu Verzögerungen führen konnte.
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