Abo
  • Services:

Google: Chrome 70 bringt neue Option für Google-Login

Mit der aktuellen Version 70 des Chrome-Browsers erhalten Nutzer die Wahl, ob der Google-Login an den Chrome-Login gekoppelt werden soll oder nicht. Außerdem gibt es nun PWAs auf Windows, TLS 1.3 und die Standardunterstützung für den AV1-Decoder.

Artikel veröffentlicht am ,
Spotify läuft als Desktop-PWA in Chrome OS und künftig auch auf Windows.
Spotify läuft als Desktop-PWA in Chrome OS und künftig auch auf Windows. (Bild: Google)

Die vergangenen Wochen des Entwicklungszyklus der aktuellen Version 70 von Googles Chrome-Browser prägten vor allem die Diskussion um die Verknüpfung des Google-Logins mit dem Anmelden im Chrome-Browser selbst. Nach breiter Kritik und Diskussion kündigte Google schließlich Zugeständnisse an, die in der nun verfügbaren Version 70 des Chrome-Browsers umgesetzt worden sind.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Reutlingen
  2. Hannover Rück SE, Hannover

In den Einstellungen des Browsers ist dazu nun eine Option in der Kategorie Datenschutz und Sicherheit eingeführt worden. Dort heißt es zu dem Punkt "Anmeldung in Chrome zulassen" schlicht: "Wenn Sie diese Einstellung deaktivieren, können Sie sich auf Websites von Google wie beispielsweise Gmail anmelden, ohne sich auch in Chrome anmelden zu müssen."

Nutzer, die die Verknüpfung von Google- und Chrome-Login also nicht verwenden wollen, müssen die Option explizit deaktivieren. Das ist also ein Opt-out für Nutzer, immerhin ist die Option nach einem Update auf Version 70 standardmäßig aktiviert.

Zu den weiteren Neuerungen in Chrome 70 gehört die Unterstützung für die sogenannten Progressive Web Apps (PWAs). Angekündigt hatte Google diese Funktion bereits auf der Entwicklerkonferenz I/O im Frühjahr dieses Jahres. Mit PWAs lassen sich Desktop-Apps schreiben, die auf Webtechniken aufbauen. Die Desktop-PWAs in Chrome sind zunächst auf Windows beschränkt, Unterstützung für macOS und Linux soll in Version 72 folgen.

Moderne Sicherheitsfunktionen in Chrome 70

Das Chrome-Team hat darüber hinaus die Unterstützung für die neue Netzverschlüsselung TLS 1.3 standardmäßig aktiviert, was etwa von dem CDN-Betreiber Cloudflare bereits auch serverseitig unterstützt wird. Ähnlich wie Mozilla verschiebt offenbar auch Google die Verabschiedung der Symantec-Zertifizierungsstelle, was ein kurzer Test in unserer Redaktion gezeigt hat.

Ausgebaut worden ist darüber hinaus die Möglichkeit zur Authentifizierung gegenüber Webanwendungen und -Seite. Als Teil der Credential Management API unterstützt Chrome in Version 70 nun auch die Nutzung eines Public-Keys zusätzlich zu Passwörtern oder der Verwendung eines sogenannten Federated-Account-Services wie ein Google- oder Facebook-Login. Mit Hilfe der Public-Key-Funktion lässt sich ein Mobil-Login über Apples TouchID oder den Fingerabdruck-Sensor in Android umsetzen.

Entwickler können Javascript-Worker mit einem Attribut benennen, um mehrere Worker einer URL besser differenzieren zu können. In Windows 10 unterstützt Chrome nun außerdem Web-Bluetooth. Der seit einiger Zeit getestete Decoder für den freien Videocodec AV1 ist nun standardmäßig aktiviert und der Appcache kann nur noch für sichere Kontexte genutzt werden, also jene die per HTTPS übertragen werden.

Ein Liste von geschlossenen Sicherheitslücken bietet Google über den Chrome-Release-Blog an.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 119,90€

ghostbuster 18. Okt 2018 / Themenstart

Die in dem Artikel beschriebene Änderungsmöglichkeit ließ sich in meinem Fall nicht...

JouMxyzptlk 18. Okt 2018 / Themenstart

"Desktop-Apps schreiben, die auf Webtechniken aufbauen" Hatten wir doch schon mal, mit...

Nait_Chris 17. Okt 2018 / Themenstart

Finde ich gar nicht Mal so schlecht.

Doktor78 17. Okt 2018 / Themenstart

Wenn ich davon nichts mitbekommen habe melde ich mich trotzdem möglicherweise unbemerkt...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 590 - Test

Wir schauen uns AMDs Radeon RX 590 anhand der Nitro+ Special Edition von Sapphire genauer an: Die Grafikkarte nutzt den Polaris 30 genannten Chip, welcher im 12 nm statt im 14 nm Verfahren hergestellt wird.

Radeon RX 590 - Test Video aufrufen
Wet Dreams Don't Dry im Test: Leisure Suit Larry im Land der Hipster
Wet Dreams Don't Dry im Test
Leisure Suit Larry im Land der Hipster

Der Möchtegernfrauenheld Larry Laffer kommt zurück aus der Gruft: In einem neuen Adventure namens Wet Dreams Don't Dry reist er direkt aus den 80ern ins Jahr 2018 - und landet in der Welt von Smartphone und Tinder.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Life is Strange 2 im Test Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
  2. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

Haiku Beta 1 angesehen: BeOS in modernem Gewand
Haiku Beta 1 angesehen
BeOS in modernem Gewand

Seit nunmehr über 17 Jahren arbeitet ein kleines Entwickler-Team am quelloffenen Betriebssystem Haiku, das vollständig kompatibel sein soll mit dem um die Jahrtausendwende eingestellten BeOS. Seit einigen Wochen liegt endlich eine erste Betaversion vor, die BeOS ein wenig in die Moderne verhilft.
Von Tim Schürmann


      •  /