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Google: Chrome 43 bringt MIDI-Instrumente ins Web

Die aktuelle Chrome-Version 43 unterstützt eine Web-API für MIDI, die von vielen elektronischen Instrumenten genutzt werden kann. Zudem lassen sich Berechtigungen besser abfragen, und der Browser hilft beim Umstieg auf HTTPS.
/ Sebastian Grüner
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Mit Chrome 43 kann die Drummachine auch über eine Webseite gesteuert werden. (Bild: Google)
Mit Chrome 43 kann die Drummachine auch über eine Webseite gesteuert werden. Bild: Google

Über den MIDI-Standard(öffnet im neuen Fenster) können verschiedene Instrumente wie Synthesizer miteinander kommunizieren, ohne dass die eigentlichen Audiodaten übertragen werden müssen. In der aktuellen Version 43 des Chrome-Browsers(öffnet im neuen Fenster) ist nun die Unterstützung für eine Web-API enthalten,(öffnet im neuen Fenster) die den Zugriff auf MIDI ermöglicht. Geräte wie eine Drummachine oder eben ein Synthesizer lassen sich so über Webseiten oder Webanwendungen steuern, statt wie sonst üblich über spezielle native Anwendungen.

Einfache Verwaltung der Berechtigungen

Webentwickler können zudem über eine neue Berechtigungs-API(öffnet im neuen Fenster) die Zugriffe auf bestimmte Funktionen besser steuern. Bei der Benutzung der Geolokation waren die Programmierer zum Beispiel bisher gezwungen, den Nutzer immer über eine entsprechende Anzeige nach der Berechtigung zur Verwendung zu fragen. Das geschieht außerdem meist beim initialen Aufbau der Seite, auch wenn der Dienst, der den Zugriff benötigt, dann noch nicht bereitsteht.

Die Anzeige zu umgehen, weil der Nutzer dem Zugriff bereits zugestimmt hatte, war nicht möglich, eine Abfrage über den Status ebensowenig. Genau diesen Zweck verfolgt die in Chrome 43 verfügbare Schnittstelle. Der Vorteil dieser Herangehensweise(öffnet im neuen Fenster) soll darin bestehen, dass Abfragen für erweiterte Berechtigungen erst dann angezeigt werden, wenn die Notwendigkeit einer solchen Abfrage für den Nutzer nachvollziehbar ist. Mozilla und wohl auch Microsoft wollen diese Funktion künftig ebenfalls implementieren.

Sicherheit verbessert

Mittels der sogenannten Content Security Policy(öffnet im neuen Fenster) (CSP) sollen zudem verschiedene Angriffe auf Webseiten verhindert werden, insbesondere das Cross-Site-Scripting. Bei den CSP handelt es sich um verschiedene Header-Daten, die einzelne Richtlinien enthalten können. Dazu gehört auch die Anweisung Upgrade Insecure Requests(öffnet im neuen Fenster) , welche Chrome nun befolgt. Damit werden sämtliche HTTP-Ressourcen einer Seite automatisch auf das verschlüsselte HTTPS migriert. Dies kann bei vielen alten Links helfen, die noch nicht auf das neue Protokoll umgestellt worden sind.

Mit der Veröffentlichung hat Google eigenen Angaben zufolge auch 37 Sicherheitslücken behoben, darunter einige Use-after-Free-Fehler. Für die Möglichkeit aus einer Sandbox auszubrechen, erhielt der Finder von Google mehr als 16.000 US-Dollar.

Chrome 43 steht für Windows, Mac OS X und Linux zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Eine Liste aller Änderungen findet sich im Log(öffnet im neuen Fenster) .


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