Google: Chrome 35 ersetzt GTK+ durch Aura
Seit zwei Jahren steht das UI-Framework Aura für Googles Betriebssystem Chrome OS bereit. Dort wird es unter anderem für die Fensterverwaltung benutzt. Auch der Chrome-Browser unter Windows nutzt seit einiger Zeit Aura zur Darstellung. Die Entwicklung unter Linux verzögerte sich jedoch immer wieder. Mit der nun erschienenen Version 35 von Chrome(öffnet im neuen Fenster) ist der Wechsel von GTK+ hin zu Aura aber auch unter Linux endgültig abgeschlossen.
Auf den ersten Blick ändert sich für Nutzer allerdings nicht viel. Denn die UI-Elemente haben sich dadurch nicht geändert, sie werden nur durch eine andere Technik gezeichnet. Einer der größten Vorteile für Google besteht darin, nun plattformübergreifend auf dasselbe Framework setzen zu können. Für Nutzer soll sich außerdem die Verwendung der Grafikbeschleunigung via OpenGL wesentlich verbessern.
Mit Aura stehen auf dem Linux-Desktop aber auch weitere bisher nicht verfügbare Funktionen bereit. Dazu zählen ein optionales Startmenü für die installierten Apps, ein neues Benachrichtigungssystem sowie die Darstellung einiger Google-Now-Karten.
Die Entwickler von Google hatten mit Aura unter Linux viele Probleme. Zum Beispiel mussten für die einfach erscheinende Funktion, zwischen den von Aura gezeichneten Fensterelementen und den systemeigenen per Auswahlmenü wechseln zu können, große Teile des Codes umgebaut werden. Unter Windows war dies nicht notwendig.
Für Chrome 35 wurde Aura integriert und einige Fehler behoben, Entwickler haben nun eine bessere Kontrolle über die Touch-Eingaben, und der Browser verfügt über neue App-APIs sowie einige neue Javascript-Funktionen. Details dazu finden sich in der Betaankündigung(öffnet im neuen Fenster). Der Browser steht zum Download bereit.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


