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Google: Chrome 27 lädt Webseiten schneller

Googles Browser Chrome ist in der stabilen Version 27 erschienen. Diese soll Webseiten im Durchschnitt rund 5 Prozent schneller herunterladen. Möglich macht das ein neuer Scheduler.

Artikel veröffentlicht am ,
Chrome 27 steht zum Download bereit.
Chrome 27 steht zum Download bereit. (Bild: Google)

Chrome 27 wird voraussichtlich die letzte Version von Googles Browser sein, die Webkit als Rendering-Engine nutzt. Mit Chrome 28 will Google auf seine eigene Rendering-Engine Blink umsteigen, die sich anfangs aber kaum von Webkit unterscheiden wird. Dennoch enthält Chrome 27 eine tiefgreifende Veränderung: Google hat einen neuen Scheduler integriert, der das Laden von Webinhalten beschleunigen soll. Der Scheduler entscheidet, wann welche Bestandteile einer Webseite geladen werden.

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Letztendlich soll sich die Ladezeit von Webseiten durch diese Maßnahmen verkürzen, im Durchschnitt um 5 Prozent. Google nutzt dabei den Speed-Index von Webpagetest.org, um die Ladegeschwindigkeit zu ermitteln. Google hat die Ergebnisse der dafür gemachten Experimente veröffentlicht.

Wie der neue Scheduler die Ladezeiten von Webseiten verkürzt

Ganz allgemein verwendet Webkit zwei unterschiedliche Parser, um die einzelnen Bestandteile einer Webseite zu finden. Der erste ist der primäre HTML5-Parser, der das DOM erzeugt und alles bedingungslos lädt. Allerdings muss der Parser entsprechend der HTML5-Spezifikation bei jedem Script-Tag anhalten, bis das darin enthaltene Javascript ausgeführt wurde. Dazu müssen die entsprechenden Scripte oft erst heruntergeladen werden.

Ist der HTML5-Parser dadurch blockiert, startet Webkit seinen Preload-Scanner. Dieser parst den Rest des Dokuments und sucht nach Ressourcen, die er schon einmal vorab herunterladen kann, ohne bei Script-Tags anzuhalten. Dabei werden zunächst HTML-Bestandteile, dann CSS- und Javascript-Code und anschließend Bilder geladen. Der Ansatz ist zwar spekulativ, da Scripte die Inhalte verändern können, in 99 Prozent aller Fälle ist das Vorgehen aber hilfreich.

Der in Chrome 27 integrierte neue Scheduler ist deutlich komplexer. Zunächst einmal wurde er direkt in den Browserprozess integriert. Dadurch erhält er Zugriff auf den Status des Systems und kann darauf reagieren, beispielsweise um Anfragen zu reduzieren, wenn Inhalte nur in einem Hintergrund-Tab geladen werden.

Zudem geht der neue Scheduler aggressiver vor. Er wartet beispielsweise nicht, bis Webkit erste Inhalte gezeichnet hat, um erst dann Inhalte vorab zu laden. Der Prozess beginnt bereits, wenn der Parser das Body-Tag entdeckt hat, denn ab diesem Zeitpunkt kann der Browser bereits Inhalte zeichnen. Da aber der HTML5-Parser meist schon angehalten wird, bevor er das Body-Tag erreicht, werden Bilder schon früher vorab geladen, sofern keine Netzwerkaktivität vorliegt.

Darüber hinaus hat der neue Scheduler die Möglichkeit, die Priorität von vorab zu ladenden Inhalten zu verändern. Stellt der Parser beispielsweise fest, dass bestimmte Inhalte zunächst gar nicht sichtbar sind, können sie in der Download-Queue nach hinten verschoben werden. Auch wird die Zahl der Bilder, die der Browser gleichzeitig laden kann, auf 10 begrenzt, um zu verhindern, dass zu viele gleichzeitige Ladevorgänge zu Ineffizienzen führen (Bandwidth Contention). Das soll letztendlich dafür sorgen, dass die Bilder, die sofort sichtbar sind, schneller geladen werden.

Erweiterte HTML5-Funktionen

Chrome 27 enthält darüber hinaus eine verbesserte Unterstützung für HTML5-Formulare. So unterstützt der Browser HTML5-Elemente zur Datumseingabe, die passende Dialoge zur Auswahl von Monat, Woche und Tag darstellen. Über das Web-Audio-API kann Chrome 27 nun Live-Audio verarbeiten. Das lässt sich beispielsweise für WebRTC nutzen, um den Ton direkt im Browser zu optimieren.

Mit dem Sync-Filesystem-API können Chrome-Apps Daten via Google Drive abgleichen. Die Dateien werden in einer Sandbox gespeichert und können über das HTML5-File-API verändert werden.

Die Funktion allowfullscreen unterstützt Chrome nun ohne Herstellerpräfix. Und auch Chromes Entwicklerwerkzeuge haben kleine Verbesserungen erhalten.

Sicherheitslücken geschlossen

Mit Chrome 27 schließt Google auch 13 Sicherheitslücken in seinem Browser, von denen allerdings keine als kritisch eingestuft wird. Google schüttet für die Entdeckung der Sicherheitslücken insgesamt knapp 15.000 US-Dollar aus. Der höchste Betrag von 3.133,7 US-Dollar entfällt auf eine Gruppe von Sicherheitslücken im Web-Audio-API.

Googles Browser enthält auch eine aktualisierte Version von Adobe Flash, die ein Problem mit abgeschnittenen Audiostreams auf einigen Webseiten beseitigt.

Chrome 27 steht ab sofort unter google.com/chrome für Windows, Linux, Mac OS X und Android zum Download bereit.



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Thaodan 24. Mai 2013

http://www.chromium.org/blink#TOC-How-do-I-port-Blink-to-my-platform-

Lala Satalin... 23. Mai 2013

Aktiviere doch mal die Entwicklerkonsole und schau dir an welche Fehler das JS wirft...

Nephtys 22. Mai 2013

Das impliziert bei Chrome 2.0 dann einen Quantensprung. Wie soll der bitte aussehen?

HansWurschtRelo... 22. Mai 2013

Auf welchem System? Proz.? RAM? Festplatte? BS? GraKa?

Phreeze 22. Mai 2013

Ganz schön elitär der Geldbetrag ;) 42$ wird dann wohl der niedrigste Beitrag sein


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