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Google-Chef: Eric Schmidt sieht schon wieder das Ende des Internets

Erst durch die NSA , nun durch das Internet der Dinge - Eric Schmidt meint, dass das Internet irgendwann verschwinden könnte. Auf dem Weltwirtschaftsforum von Davos formulierte er dabei eine Vision, die - womöglich unbewusst - den Sinn des dritten Clarkeschen Gesetzes zitierte.
/ Nico Ernst
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Eric Schmidt im Oktober 2014 (Bild: bmwi.de/Screenshot: Golem.de)
Eric Schmidt im Oktober 2014 Bild: bmwi.de/Screenshot: Golem.de

Als Eric Schmidt auf dem Weltwirtschaftsforum von Davos nach der Zukunft des Web befragt wurde, sagte er dem Hollywoodreporter zufolge(öffnet im neuen Fenster) : "Ich werde ganz einfach damit antworten, dass das Internet verschwinden wird." Der Google-Chairman erklärte das noch näher. Es gebe bald "so viele Geräte, Sensoren und Dinge, die man am Körper trägt, dass man es nicht einmal bemerkt" . Der Informatiker meinte also wohl offenbar, dass das Internet so selbstverständlich ein Teil des Lebens werden soll, dass man sein Vorhandensein nicht mehr wahrnimmt.

Das erinnert stark an Zauberei - und damit auch an das dritte Clarkesche Gesetz(öffnet im neuen Fenster) : "Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden." Diese Regel hatte der britische Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke 1973 in einem Essay aufgestellt. Sie wird seitdem häufig nicht nur in der Literatur zitiert, sondern oft auch von Visionären der Hightech-Branche, die damit beispielsweise das endgültige Ziel der Entwicklung von Benutzerfreundlichkeit beschreiben.

Eric Schmidt nutzte die Gelegenheit zur Frage nach der Zukunft der Internets US-Berichten zufolge aber auch, um von der Dominanz seines Unternehmens abzulenken. Vor allem durch den boomenden Markt für Smartphone-Apps gebe es eine ganze Menge neuer, relevanter Unternehmen, sagte der Google-Manager. "Ich sehe das derzeit als einen vollständig offenen Markt an" , sagte Schmidt.

Dennoch bleibt ein offenes, funktionierendes Internet die Geschäftsgrundlage von Google. Noch im Oktober 2014 hatte Schmidt bei einer Diskussion über die Massenüberwachung des Netzes davor gewarnt , das Internet könne in einzelne, von Staaten kontrollierte Teile aufgespaltet werden.


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