Google-Browser: Chrome-Entwickler wollen User-Agent einfrieren und ersetzen

Der User-Agent-String des Chrome-Browsers soll künftig eingefroren werden. Den Zugriff darauf wollen die Entwickler limitieren und langfristig durch eine neue Technik ersetzen. Die anderen großen Browser-Hersteller unterstützen die Initiative.

Artikel veröffentlicht am ,
Googles Chrome-Entwickler wollen künftig auf den bisherigen User-Agent-String verzichten.
Googles Chrome-Entwickler wollen künftig auf den bisherigen User-Agent-String verzichten. (Bild: REUTERS/Arnd Wiegmann/File Photo)

Der sogenannte User-Agent-String kann dazu genutzt werden, dass Webserver erkennen, mit welcher Art Client sie kommunizieren, um das Ausspielen von Inhalten anzupassen. Die Technik ist aber veraltet, enthält irreführende Angaben und kann für das Fingerprinting genutzt werden, also das Wiedererkennen einzelner Nutzer. Unter anderem deshalb wollen die Entwickler von Googles Chrome-Browser den User-Agent einfrieren und wohl langfristig ersetzen.

Stellenmarkt
  1. Webdesigner / Grafikdesigner (m/w/d)
    ALTEC Aluminium-Technik GmbH & Co. KGaA, Mayen
  2. Softwarearchitekt / -entwickler Functional Safety (w/m/d)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
Detailsuche

Das geht aus einer E-Mail von Chrome-Entwicklern hervor, in der sie ihre Pläne vorstellen. Zwar soll die Nutzung nicht völlig abgeschafft werden, aber eben auch nicht mehr weiterentwickelt werden, so dass die Technik langfristig an Bedeutung verlieren dürfte.

Als Alternative zu den legitimen Einsatzzwecken des User-Agents haben die Entwickler bereits im Herbst vergangenen Jahres die User Agent Client Hints (UA-CH) vorgeschlagen. Die UA-CH sollen wie der String bisher auch über HTTP-Request-Header sowie eine API zur Verfügung stehen.

Mit der neuen Technik sollen dann nur noch Informationen wie der Browser-Name, Versionsnummer, das Betriebssystem und die CPU-Architektur übermittelt werden. Bisher häufig vorhandene, aber eben nicht mehr wirklich sinnvolle Informationen wie Mozilla/5.0, like Gecko oder like KHTML sollen dadurch komplett entfallen.

Golem Akademie
  1. OpenShift Installation & Administration
    31. Januar-2. Februar 2022, online
  2. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  3. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Die Chrome-Entwickler wollen die Änderungen bis Version 85 umsetzen, die Mitte September 2020 erscheinen soll. Prinzipiell unterstützt wird die Initiative darüber hinaus sowohl von den Firefox-Entwicklern wie auch von den Entwicklern des Edge-Browsers von Microsoft. Ebenso haben die Safari-Entwickler in der Vergangenheit damit experimentiert, den User-Agent einzufrieren. Aufgrund dieser breiten Unterstützung ist davon auszugehen, dass die bisherige Nutzung des User-Agents mittelfristig durch die Browser unterbunden werden wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kernnetz
Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus

Die Deutsche Telekom hat einen besseren Cisco-Router in ihrem zentralen Backbone installiert. Der erreicht 260 TBit/s und wirft Fragen zur IT-Sicherheit auf.

Kernnetz: Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus
Artikel
  1. Geekbench & GFXBench: Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max
    Geekbench & GFXBench
    Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max

    Das Apple Silicon schneidet gut ab: Der M1 Max legt sich tatsächlich mit einer Geforce RTX 3080 Mobile und den schnellsten Laptop-CPUs an.

  2. Breko: Einfacher geht Förderung des Glasfaserausbaus nicht
    Breko
    Einfacher geht Förderung des Glasfaserausbaus nicht

    Die Förderung des FTTH-Ausbaus kann laut Breko nicht einfacher werden. Und sie funktioniert schlecht.

  3. Windows 11: User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück
    Windows 11
    User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück

    Windows 11 gruppiert Instanzen einer App zusammen und streicht die Möglichkeit, sie separat anzuzeigen. Das gefällt der Community gar nicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • HP Herbst Sale bei NBB: Bis zu 500€ Rabatt auf Gaming-Notebooks, Monitore uvm. • Kingston RGB 32GB Kit 3200 116,90€ • LG OLED48A19LA 756,29€ • Finale des GP Anniversary Sales • Amazon Music 3 Monate gratis • Saturn Gutscheinheft: Direktabzüge und Zugaben [Werbung]
    •  /