Abo
  • Services:

Google Books: Die Bibliotheken leben noch

Eine Million Downloads im Jahr und trotzdem volle Lesesäle: Das Projekt Google Books war sehr umstritten, weil es die Bestände von Bibliotheken weltweit scannt und digital verfügbar macht. Die Bayerische Staatsbibliothek hat aber nur Gutes darüber zu sagen und scannt sogar selbst fleißig mit.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Bibliothek (Symbolbild): Bei der systematischen Digitalisierung tauchen mitunter auch verloren geglaubte Werke wieder auf.
Bibliothek (Symbolbild): Bei der systematischen Digitalisierung tauchen mitunter auch verloren geglaubte Werke wieder auf. (Bild: Francois Guillot/AFP/Getty Images)

Die gute Nachricht gleich zu Anfang: Das Abendland steht noch! Die Befürchtungen, dass das Projekt Google Books das Ende der Kultur bedeuten würde, haben sich als unbegründet erwiesen: Das zwischen Buchdeckel gespeicherte geistige Erbe ist nicht allein in den Händen eines US-Unternehmens, das sich auf Werke in englischer Sprache konzentriert, und es wird womöglich mehr als zuvor genutzt. "Unsere Lesesäle werden nach wie vor überrannt", sagt Klaus Ceynowa, Direktor der Bayerischen Staatsbibliothek, deren Buchbestand bereits zu rund einem Zehntel von Google gescannt wurde. Und die Bibiothek scannt sogar selbst.

Inhalt:
  1. Google Books: Die Bibliotheken leben noch
  2. Google scannt
  3. Die Staatsbliothek scannt auch selbst

2004 kündigten die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin auf der Frankfurter Buchmesse an, die Bestände der großen Bibliotheken der Welt zu scannen und digitalisiert zur Verfügung zu stellen. Fast genauso lange streiten sich Verlage und Autoren mit Google um das Projekt Google Books und unterlagen zuletzt vor Gericht. Doch ungeachtet der juristischen Auseinandersetzungen hat Google nach eigenen Angaben bis jetzt 25 Millionen Bücher gescannt.

Bayerische Staatsbibliothek kooperiert mit Google

Eine der erste Bibliotheken in Europa, die mit Google in dem Projekt zusammengearbeitet hat, war die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) in München. Im Februar 2007 schloss sie mit Google ein entsprechendes Abkommen - als "erste kontinentaleuropäische Bibliothek", wie Ceynowa im Gespräch mit Golem.de betont. Etwa ein Jahr später begann die Digitalisierung der Bestände.

Google habe knapp eine Million Bücher gescannt, erzählt Ceynowa, rund 60 Millionen Seiten. Das entspreche etwa einem Zehntel des Gesamtbestandes der Bibliothek. Die Werke stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, genauer bis 1875, so dass der Schutz des Urheberrechts erloschen ist. Im vergangenen Jahr sei das Projekt "ziemlich sang- und klanglos" abgeschlossen worden.

Eine Million Downloads im Jahr

Stellenmarkt
  1. Gühring KG, Albstadt
  2. Bezirk Mittelfranken, Ansbach

Ziel des Projekts war es, das auf Papier vorhandene Wissen digital verfügbar zu machen, damit Nutzer in aller Welt darauf zugreifen können. Das scheint gelungen: Die Digitalisate aus der BSB können über deren Online-Katalog gesucht, abgerufen und auf den eigenen Rechner geladen werden - als Bild, also die gescannten Seiten, oder als durchsuchbarer Text. Dieses Angebot werde reichlich genutzt: Die BSB verzeichne eine Million Downloads im Jahr, sagt der Direktor. Statistisch wird also jedes digitalisierte Buch einmal im Jahr abgerufen.

Den Datenbestand hostet die BSB selbst. "Es war uns wichtig, dass wir die komplette Verfügungsgewalt über die Digitalisate haben", sagt Ceynowa. Rund 700 Terabyte sind das zurzeit, die das Leibniz-Rechenzentrum in München für die BSB vorhält.

Zu Beginn des Projekts, erzählt Ceynowa, hätten Kritiker um die Bücher gefürchtet. Mancher wähnte, die BSB gebe alle ihre Bücher Google und das Unternehmen entführe sie auf Nimmerwiedersehen nach Mountain View. Andere glaubten, die Bücher würden aufgeschnitten, um sie zu scannen.

Google scannt 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

lemmer 10. Mai 2017

Immer, wenn ich einmal in/auf Google Books zu einem Thema ein Buch gesucht habe, wurden...

KaeseSchnitte 07. Mai 2017

Also wenn du von PietSmietTV redest, dann hat die zuständige Behörde nur die Mahnung...

quadronom 07. Mai 2017

Wäre auch mein Vorschlag. In die Unibib seiner Wahl gehen und dort die Geräte besetzen...

Seasdfgas 06. Mai 2017

jetzt tun wir mal bitte nicht so, als ob die bibliothek nicht schon immer ein ort zum...

GPUPower 06. Mai 2017

Die meisten Leute die ich kenne, gehen in die Bibliothek um Hausaufgaben zu machen und zu...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

    •  /